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Boomender Onlinehandel und stagnierender Weihnachtsumsatz


Kategorie: Handel, ecommerce
30.11.2018 von Martin Ross

Der Umsatz der Top-250-Webshops steigt um 9,2 Prozent, sagt der Handelsverband. Und der weihnachtliche Umsatzzuwachs liegt 0,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Morgen beginnt die heiße Phase der Weihnachtseinkäufe.

© Handelsverband
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Der Onlinehandel in Österreich zeigt sich weiterhin stark und dynamisch, sagt der Handelsverband in einer Aussendung. So ist der Umsatz der Top-250-Onlineshops 2017 um 9,2 Prozent auf insgesamt 2,7 Mrd. Euro gewachsen, in der Schweiz liegt die Umsatzsteigerung bei knapp 5,7 Prozent. „Die Top Ten der Webshops in Österreich erwirtschaften mittlerweile mehr Umsatz als die folgenden 250. Amazon allein kommt als Händler (.de und .com) auf 690,4 Mio. Euro, also auf ein Viertel, und konnte den Umsatz innerhalb der letzten fünf Jahre verdoppeln“, sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Fast die Hälfte (124 Onlineshops) der 250 umsatzstärksten Shops in Österreich sind aus dem Ausland. Mittlerweile kaufen auch 57 Prozent der Konsumenten bei ausländischen Webshops ein, während die Loyalität zu heimischen Distanzhändlern abnimmt. Besonders in ausgabenstarken Warengruppen wie Bekleidung oder Bücher kaufen deutlich mehr Konsumenten bei ausländischen als bei inländischen Webshops ein.

Gemeinsam mit dem österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) hat der Handelsverband in einer gemeinsamen Pressekonferenz seine Prognose zum Weihnachtsgeschäft präsentiert. Demnach kann der österreichische Einzelhandel im Dezember 2018 mit einem weihnachtsbedingten Mehrumsatz von 1,25 Mrd. Euro netto rechnen. Im Vorjahr lag der Mehrumsatz mit 1,26 Mrd. Euro noch um rund 0,4 Prozent höher. Insgesamt wird das Umsatzvolumen heuer im Dezember laut WIFO auf nominell 6,27 Mrd. Euro geschätzt. Im Durchschnitt kann somit jeder fünfte umgesetzte Euro als weihnachtsbedingter Mehrumsatz in den Kassen markiert werden. Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2018 sind Spielzeug, Kosmetik/Parfum, Bücher und Bekleidung. Der Trend zu Gutscheinen setzt sich ebenso fort wie die Beliebtheit von Reisen und Wellness - letztere sind Ausgaben, die nicht zum klassischen Einzelhandel zählen.

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