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Consumer Check zum Thema China


Kategorie: Handel, ecommerce
16.10.2018 von Martin Ross

Der Consumer Check des Handelsverbands hat ergeben, dass bereits sechs von zehn Österreichern bei chinesischen Onlinehändlern einkaufen.

6 von 10 Österreichern kaufen bereits bei chinesischen Online-Händlern © Dieter Schütz/pixelio.de
6 von 10 Österreichern kaufen bereits bei chinesischen Online-Händlern © Dieter Schütz/pixelio.de

Es sind vor allem E-Commerce Plattformen wie AliExpress (Alibaba) oder Wish, die mit ihrem riesigen Sortiment billigster chinesischer Produkten derzeit den europäischen Markt fluten und heimische Transport-Dienstleister ins Schwimmen bringen, soll heißen: deren Kapazitätsgrenzen beanspruchen. Es ist momentan offenbar trendy, dort einzukaufen. Der Handelsverband-Consumer-Check hat sich den Hang zum Cross-Border-Onlineshopping in Fernost genauer angesehen und die österreichischen Konsumenten befragt.

„62 Prozent der ÖsterreicherInnen haben bereits zumindest einmal bei chinesischen Online-Händlern eingekauft, bei den unter-39-jährigen sind es sogar über 70 Prozent“, fasst Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will zusammen. Meist kauft man bei Amazon oder Wish.com ein, Wish übrigens hat eine App, die 2017 die am meisten heruntergeladene Shopping-App in den USA war. Das Wachstum von Wish ist beachtlich, man zählt zu den am schnellsten wachsenden E-Commerce-Anbietern weltweit.

Vergleicht man die Bundesländer, dann kaufen die Kärntner (72 %) und die Steirer (70 %) besonders gerne „in China“ ein, gefolgt von Salzburg und Vorarlberg (je 69 %). Niederösterreich ist mit 54 % am Ende der Liste. Vier von zehn Österreichern kennen AliExpress, andere chinesische Anbieter wie Gearbest (7,4 %), Lightinthebox (6,4 %) oder Bang good (5,4 %) sind hingegen noch vergleichsweise unbekannt. Die Gründe für einen Einkauf bei chinesischen Onlinehändlern sind günstige Preise bzw. gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (54 %), Produktvielfalt (40 %), Zugang zu exotischen Produkten (25 %), versandkostenfreie Lieferung (20 %) und der Zugang zu asiatischen Marken (16 %).

Es gibt aber auch Bedenken, die Top-5-Gründe, die gegen den Einkauf bei chinesischen Onlinehändlern vorgebracht werden, sind: Qualitätsmängel (36 %), Schwierigkeiten bei Retouren (32 %), lange Lieferzeiten (30 %), das Produktfälschungsproblem (27 %), ökologische Bedenken (24 %). Zudem tragen bei Falschdeklarationen und Produktpiraterie die Konsumenten das Risiko.

Vor diesem Hintergrund setzt sich der Handelsverband vehement für eine "Aktion scharf" gegen Steuerbetrug und Produktpiraterie im internationalen E-Commerce ein und hat konkrete Lösungsvorschläge für Maßnahmen entwickelt. Hier ein Link zu den Vorschlägen.

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