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Das Geld geht ins Netz


Kategorie: Handel, ecommerce
07.06.2019 von Martin Ross

Die neue „E-Commerce-Studie Österreich 2019“ belegt, dass die Ausgaben im Internet-Einzelhandel hierzulande auf das Rekordniveau von 7,5 Milliarden Euro gestiegen sind.

Die Ausgaben im Internet-Einzelhandel sind auf 7,5 Milliarden Euro gestiegen, sagt der Handelsverband © Tim Reckmann/pixelio.de
Die Ausgaben im Internet-Einzelhandel sind auf 7,5 Milliarden Euro gestiegen, sagt der Handelsverband © Tim Reckmann/pixelio.de

Bei der Erstellung dieser Studie, sie ist inzwischen die zehnte, hat der Handelsverband mit der Plattform „eCommerce & Cross Border“ und mit der KMU Forschung Austria zusammengearbeitet, und sie zeigt ein Allzeit-Ausgabenhoch im Onlinehandel, sinkende Käuferzahlen im klassischen Versandhandel und einen ausgeprägten Trend zum Mobile-Commerce.

Bezüglich der Ausgaben führen folgende Warengruppen die Liste an: Bekleidung mit 1,9 Mrd., Elektrogeräte mit 1,2 Mrd. und Bücher mit 0,7 Mrd. Euro Ausgaben. Die stärksten Zuwächse gibt es in den Sektoren Möbel/Deko mit 18 Prozent, Kosmetik mit zwölf Prozent und Schuhe/Lederwaren mit neun Prozent. Insgesamt kann man sagen, dass mehr als 90 Prozent der Distanzhandelsausgaben online getätigt, werden, das sind eben die erwähnten 7,5 Mrd. Euro, sie entsprechen einem Ausgabenwachstum von vier Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Allerdings sieht man auch, dass inzwischen 4,5 Mrd. oder 57 Prozent der Distanzhandelsausgaben zu ausländischen Anbietern fließen, die Loyalität zu österreichischen Shops nimmt ab. Massiv zurückgegangen sind auch die Ausgaben im klassischen Versandhandel, das Minus beträgt 100 Mio. Euro.

„Die rund 9.000 heimischen Webshops profitieren vom wachsenden Markt leider nur begrenzt, da mehr als jeder Zweite im Ausland bestellt und so den Kaufkraftabfluss verstärkt“, kommentiert Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes, die Ergebnisse der Studie, und er fügt hinzu: „Die Wachstumsdynamik beim Online-Shopping wird noch übertroffen vom anhaltenden Boom beim Smartphone-Shopping. Mehr als ein Viertel der Österreicher kauft im Internet bereits via Smartphone ein, die Ausgaben liegen aktuell bei 800 Mio. Euro. Damit haben sich die Umsätze im M-Commerce seit 2013 vervierfacht.“

Hier geht’s zur Studie.

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