CASH - Home

Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe

Die Mülltrennung ist populär


Kategorie: Handel, Industrie, Studien
01.06.2018 von Martin Ross

Eine aktuelle Studie zeigt: Eine sehr große Mehrheit der Bevölkerung trennt gewissenhaft den Abfall und findet Recycling wichtig und sinnvoll. Es gibt aber immer noch Unsicherheit darüber, welcher Müll in welche Tonne gehört.

V.l.: Hans Roth (VOEB), Christian Holzer (BMNT) und Alfred Riedl (Österreichischer Gemeindebund) © VOEB
V.l.: Hans Roth (VOEB), Christian Holzer (BMNT) und Alfred Riedl (Österreichischer Gemeindebund) © VOEB

85 Prozent der Österreicher sehen die Mülltrennung als ihren wichtigsten persönlichen Beitrag zum Umweltschutz, gefolgt von dem achtvollen Umgang mit Lebensmitteln (75 %) und dem Verzicht aufs Plastiksackerl, soweit möglich (70 %). Interessant dabei – und das machte in den vergangenen Tagen in den Medien die Runde: Die Werte von jungen Befragten sind deutlich geringer. So achtet zwar die Hälfte aller Befragten „sehr genau“ darauf, was man wie trennt, bei den unter 30-Jährigen sind es nur 29 Prozent. Nur jeder vierte Jüngere weiß, welcher Abfall in welche Mülltonne gehört, bei den Älteren ist es jeder Zweite. Diese Unsicherheit ist allerdings verständlich, wenn man an die Tonnen für Kunststoffe denkt: Gehört dort nur PET rein, oder anderes Plastik auch?

Erst vor kurzem wurde das Kreislaufwirtschaftspaket der EU beschlossen. Es verknüpft ökologische Ziele mit ökonomischen Chancen, z.B. in Form höherer Recyclingquoten. „Wir haben in der österreichischen Umweltpolitik die Kreislaufwirtschaft eigentlich vorweggenommen, und darauf können wir mit Recht stolz sein“, sagt Christian Holzer, Leiter der Sektion Abfallwirtschaft, Chemiepolitik und Umwelttechnologie im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus. Österreich ist in der Bewirtschaftung von Abfall schon seit Jahren unter den EU-Spitzenreitern. Noch ein Wort zur Studie: Den meisten Österreichern ist in jedem Fall klar, dass sie selbst Teil der Lösung von Problemen in Bezug auf Abfall sind, denn 63 Prozent stimmen dieser Aussage zu. Der große Prozentanteil an dieser (Selbst-)Erkenntnis ist doch bemerkenswert und gibt Hoffnung für die Zukunft.

Hier ist ein Download-Link zu einer Zusammenfassung der Studie (repräsentativ; Auftraggeber: VOEB; durchgeführt von Marketagent.com im März 2018; befragt wurden insgesamt 1.500 webaktive Österreicher im Alter von 14 bis 69 Jahren).

Kommentar hinzufügen
Felder, die mit einem Stern (*) markiert sind, müssen ausgefüllt werden!

 

Weitere Artikel