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Die Sieger des Ideenwettbewerbs


Kategorie: Handel
21.04.2017 von Nataša Nikolić

Hofer prämiert urbane Stadtgärten mit 50.000 Euro. Drei der zehn Gewinner wurden nun vorgestellt.

Der Gemeinschaftsgarten "innsGART'l" vom Verein freipflanzen. © Christoph Klocker
Der Gemeinschaftsgarten "innsGART'l" vom Verein freipflanzen. © Christoph Klocker

Der Urban Gardening Ideenwettbewerb, den Hofer im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsinitiative "Projekt 2020“ ausgerufen hat, hat zehn Gewinner emporgebracht. Der mit 50.000 Euro dotierte Ideenwettbewerb, belohnte kreative Stadtgärten mit je 5.000 Euro. Unter dem Leitsatz „Kein Balkon ist zu klein, keine Mauer zu schmal, um eigenes Gemüse anzubauen“ sollten Stadtbewohner dazu animiert werden, die Natur in ihren urbanen Lebensstil einzubauen.

Die Teilnehmer hätten gezeigt, dass sich mit Ideenreichtum, Engagement und Teamwork auch auf kleinsten Flächen erfolgreich Obst und Gemüse großziehen lässt, so das Unternehmen. Drei Gewinner stellt der Discounter nun vor:

Sophiengarten Wien
Mehr als zehn Jahre lag der Sophiengarten, ein ehemaliger Kinderspielplatz im dritten Wiener Gemeindebezirk, brach. Vom Bezirk beauftragt, unterstützt der Verein „Gartenpolylog“ die Gruppe rund um den Sophiengarten noch bis Ende Juni beim Anlauf des Projekts. Anschließend werden Konzept und Ideen von den ehrenamtlichen Mitgliedern der „Sophiengarten“-Initiative umgesetzt. Das Ziel: gemeinsam mit der Nachbarschaft einen öffentlichen Garten zu gestalten und wachsen zu lassen und damit der Fläche wieder eine Identität zu geben. Entstehen soll eine grüne Oase mit Infrastruktur, Aufenthaltsqualität und einer individuellen Note zwischen Bundesstraße und Donaukanal. „Politische Unterstützung haben wir, finanzielle jedoch kaum. 5.000 Euro von Hofer bedeuten für uns ein großes Stück gestalterische Freiheit. Denn Ideen haben wir viele: Hochbeete, eine Outdoor-Kochstelle, eine begrünte Pergola, flexible Gartenmöbel für Feste und natürlich allgemeine Infrastruktur“, so Clemens Kauffmann von der Initiative „Sophiengarten“.

Gemeinschaftsgarten innsGART'l
„innsGART'l“ wurde 2013 in insgesamt 2.000 Arbeitsstunden von dem gemeinnützigen Verein „freipflanzen“ errichtet. In Innsbrucks größtem Gemeinschaftsgarten bauen rund 115 Vereinsmitglieder - darunter eine Waldorfschule, drei Restaurants, Sozialvereine und Asylwerber - auf Privat- und Gemeinschaftsbeeten Bio-Gemüse, Kräuter und Blumen an. Mitten in Tirols Landeshauptstadt verschmelzen dadurch urbane Selbstversorgung, soziale Begegnung, ein Veranstaltungsort für Workshops und eine Blütenoase für 50.000 Stadtbienen und zahllose Schmetterlinge. Christoph Klocker vom Verein „freipflanzen“ über das innovative Vorhaben für 2017 und die Verwendung der 5.000 Euro von Hofer: „Im Garten werden Pflanzenkohle sowie die besonders fruchtbare ‚Terra Preta‘ produziert - beides wertvolle CO2 Speicher. Dazu benötigen wir einen Häcksler und Stromanschluss. Im Herbst muss dann der Garten aufgrund eines Wohnbauprojekts leider komplett übersiedeln, was außerordentliche Ausgaben verursacht.“

Selbsterntegarten Am Steinfeld
Auf einer von der Stadt Graz zur Verfügung gestellten 900 m² großen Brache errichtet das „Forum Urbanes Gärtnern“ in Graz einen Gemeinschaftsgarten. Damit soll Grazern, die nicht über einen Garten verfügen, Zugang zum Selbsternten ermöglicht werden. „Die ‚essbare Stadt‘, die es gilt, auch in Graz zu etablieren, soll hier ihren Anfang nehmen“, erklärt die ehrenamtliche Gärtnerin Anneliese Scherz. „Das Wissen um gärtnerische Kulturtechniken zur Lebensmittelproduktion geht im urbanen Umfeld leider immer mehr verloren. Wir wollen es Kindern und Erwachsenen ermöglichen, sich niederschwellig und offen an das Gärtnern heranführen zu lassen. Dazu werden wir Workshops und Seminare im Garten anbieten.“ Da die Fläche an einer stark befahrenen Durchzugsstraße liegt, kann der Boden nicht zum Gemüsegärtnern genutzt werden. Stattdessen kommen vorwiegend mobile Hochbeete zum Einsatz. Die 5.000 Euro Gewinnerprämie von Hofer kommen hier gerade recht, um Holz und Erden für den Bau der Hochbeete, Pflanzsubstrat zum Befüllen sowie die Gartenausstattung zu finanzieren.

 

 

 

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