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WKO/Österreichisches Gallup Institut

Die Zukunft des Modehandels liegt im Multi-Channel


Kategorie: Handel, ecommerce
21.02.2019 von Nataša Nikolić

Die WKO und das Gallup Institut haben die Österreicher befragt, wo sie Mode am Liebsten einkaufen und worin die Vorteile vom Online- bzw. Offlinehandel liegen. "Die Befürchtung, dass der Onlinehandel stationäre Geschäfte verdrängt, kann auf Basis der Studie entkräftet werden", sagt Obfrau Jutta Premsel.


Wie sieht die Zukunft des Modehandels aus? In welchen Vertriebskanälen werden Textil-, Sportartikel-, Lederwaren- und Schuhhändler künftig eher reüssieren - online oder stationär? Worauf achten Kunden beim Einkauf und was schätzen sie am stationären Modehandel im Besonderen? Diese Fragen klärt eine neue, repräsentative Studie des Österreichischen Gallup Institus im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich - Bundesgremium Handel mit Mode und Freizeitartikeln. Befragt wurden 1.000 Österreicher mittels Online- und Face-to-Face-Interviews.

Heute, Donnerstag, wurde die Studie von Dr. Jutta Premsel (Obfrau des Bundesgremiums Handel mit Mode und Freizeitartikeln), Dr. Andrea Fronaschütz (Studienleiterin und Gesellschafterin Österreichisches Gallup Institut) sowie Dr. Harald Sippl (Geschäftsführer des Bundesgremiums) im Café Landtmann offiziell präsentiert.

Beliebteste Shoppingkanäle
52 % der Österreicher kaufen auch weiterhin am Liebsten in den Geschäften ein. Nichtsdestotrotz zieht Onlineshopping deutlich an: Rund 37 % shoppen quer über alle Kanäle und sind "Multi-Channel-Shopper“. Der Anteil jener Konsumenten, die reines Onlineshopping bevorzugen ist mit 11 % indes eher gering.

Gefragt nach ihrer Meinung zur Zukunft des Modehandels, gab eine große Mehrheit (auch unter den ausschließlichen Online-Einkäufern) an, dass sie nicht an ein Verschwinden der stationären Geschäfte glaubt (80 %). Während 63 % der Befragten glauben, dass es zu einer Verschiebung der Flächenkonzepte in Richtung kleinere Flächen kommen wird, sind 39 % der gegenteiligen Meinung. Sie sind der Meinung, dass die Geschäfte immer größer werden müssen, um dem Onlinehandel in puncto Auswahl die Stirn bieten zu können.

Preis eher zweitrangig
Ein Ergebnis der Studie, das ein wenig überrascht, ist, dass nur etwa 10 % der Befragten Onlineshopping wegen der (oftmals) günstigeren Preise präferieren. Bei 61 % steht Convenience an erster Stelle. Die Online-Shopper schätzen dabei vor allem die rund um die Uhr Verfügbarkeit sowie, dass sie bequem von Zuhause bestellen können.

Der wichtigste Beweggrund, aus dem stationär eingekauft wird ist das taktile Erlebnis: die Ware kann angegriffen und anprobiert (66 %) und sofort mitgenommen werden (11 %). Die Beratungsstärke des stationären Handels spielt für rund 28 % eine tragende Rolle. Drei Viertel der Österreicher gaben an, ein Produkt bei gleichem Preis lieber stationär kaufen zu wollen.

Modehändler brauchen beide Kanäle
Premsel zufolge werden nur jene Händler auch in der Zukunft wettbewerbsfähig bleiben, denen eine attraktive Verknüpfung der beiden Kanäle gelingt. "Die Befürchtung, dass der Onlinehandel stationäre Geschäfte verdrängt, kann auf Basis der Studie entkräftet werden. Trotzdem wird es einen großen Strukturwandel geben. Online- und Offline-Vertriebskanäle werden stärker verschränkt werden. Und Konsumenten entwickeln ein bewussteres Kaufverhalten, die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Vertriebsformen sind zunehmend ein Kriterium beim Einkauf“, erklärt die Bundesobfrau.

 

 

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