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E-Rechnungen könnten 2,5 Millionen Tonnen Papier sparen


Kategorie: Handel, Industrie, ecommerce
27.08.2019 von Karl Stiefel

Die Billentis Studie 2019 zeigt, dass 90 % aller Rechnungen noch ausgedruckt werden. Eine Umstellung auf digitale Alternativen käme dem Umweltschutz und der Datenqualität zu Gute.

Gerd Marlovits, Geschäftsführer Editel Austria, weist auf die Vorzüge von digitalen Rechnungen hin.<br>© Editel/Nadja Nemetz
Gerd Marlovits, Geschäftsführer Editel Austria, weist auf die Vorzüge von digitalen Rechnungen hin.
© Editel/Nadja Nemetz

Weltweit werden dieses Jahr 550 Milliarden Rechnungen erstellt, rund 90 % davon werden ausgedruckt, wie die Billentis Studie 2019 "The e-invoicing journey 2019-2025" festhält. "Selbst, wenn pro Rechnung nur ein Blatt Papier ausgedruckt wird, ergibt sich bei einer Umstellung auf elektronischen Datenaustausch ein theoretisches Einsparungspotenzial von 495 Milliarden Blatt alleine in diesem Jahr", erläutert Gerd Marlovits, Geschäftsführer von Editel-Austria. Umgerechnet auf das Gesamtgewicht würden die Einsparungen 2,475 Tonnen Papier ergeben.

In Österreich sieht die Gesamtlage besser aus - hierzulande werden 30 % aller Rechnungen digital ausgestellt, was etwa dem europäischen Durchschnitt entspricht. Größte Bremse sind laut Marlovits die Einstiegshürden für KMUs. Diese sein zwar grundsätzlich interessiert und auch der Preis für digitale Rechnungssysteme ist bereits erschwinglich, doch fehlt es oft an Know-How und die Nutzung von kompatiblem Warenwirtschaftssystemen stellt sich als zusätzliche notwendige Maßnahme heraus.

Laut der Billentis Studie wird bis 2035 die Anzahl der Rechnungen stark zunehmen, die Prognose beläuft sich auf eine Vervierfachung auf 2,2 Billionen. Ein Verzicht auf physikalische Kopien gibt aus zweierlei Gründen Sinn: einerseits werden Ressourcen gespart, andererseits haben digitale Rechnungen Vorteile für alle Beteiligten. Laut der US-Bank JP Morgan dauert es nämlich zwischen 30 und 120 Tage von der Ausstellung bis zur Archivierung einer ausgedruckten Rechnung. Durch digitale Prozesse lasse sich diese Zeit um 60 % verkürzen. Dafür, so Marlovits, müssen jedoch bei den rechtlichen Rahmenbedingungen für die Archivierung digitaler Rechnungen nachgebessert werden. Denn sonst wäre es schlussendlich doch notwendig, die Rechnungen auszudrucken.

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