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eCommerce wächst 8-mal schneller als die Fläche


Kategorie: Handel, ecommerce
08.05.2019 von Karl Stiefel

Handelsverband-Studie "Handel in Zahlen" zeigt einen 2,8%-igen Anstieg der Haushaltsausgaben auf 62,1 Milliarden Euro. Besonders digitaler Handel und B2C-Paketvolumen geben sich von ihrer starken Seite.

© pixabay.com - MichaelGaida
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Zusammen haben der Handelsverband und Branchenradar.com den heimischen Einzelhandel untersucht und die Studie "Handel in Zahlen" veröffentlicht. Darin zeigt sich, dass die privaten Haushalte Österreichs 2018 2,8 % mehr ausgegeben haben, angepasst auf die Inflation liegt das Wachstum bei 0,8 %. Für den Einzelhandel relevante Ausgaben stiegen um 2,2 %, womit 62,1 Milliarden Euro im vergangenen Jahr ausgegeben wurden - ein neuer Rekordwert. Besonders stark wuchsen Sportartikel mit 5,8 %, Lebensmittel mit 2,9 % und Bekleidung mit 1,9 %.

"Das größte Ausgabensegment im Handel war 2018 der Lebensmittelsektor mit 23,4 Milliarden Euro und einem Wachstum von 2,9 Prozent" erläutert Norbert W. Scheele, Vizepräsident des Handelsverbandes und Country Manager CEE von C&A. Weiter listet er auf: "Auch der Modehandel konnte aufgrund des anhaltenden eCommerce-Booms um 2,2 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro zulegen. Der Büchermarkt hat hingegen ein Minus von 1,2 Prozent zu verdauen."

eCommerce wächst überproportional
Besonders stark konnten digitale Einkäufe gewinnen: mit einem Plus von 11,2 % wuchsen sie 8 mal so stark wie der stationäre Handel. "Der Online-Anteil an den einzelhandelsrelevanten Ausgaben liegt damit bereits bei 8,8 Prozent – Tendenz steigend", bestätigt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. Das Volumen ist auf insgesamt 10,9 Milliarden Euro angestiegen, davon sind 5,4 Milliarden einzelhandelsrelevant.

Außergewöhnlich stark wuchs der Online-Handel für Drogeriewaren und Kosmetik, dieser konnte um 47 % zulegen, der Marktanteil liegt somit bei 2,7 %. Bei den Lebensmitteln konnte ein Wachstum von 18 % verzeichnet werden. Mit den zunehmenden Bestellungen werden die Paketdienste vor eine Herausforderung gestellt, wie Will schildert: "2018 lag die Zahl der zugestellten Pakete im B2C Bereich bei 122,7 Millionen Euro. Damit ist die Zahl der Pakete innerhalb eines Jahres um 16,1 Prozent gestiegen." Als Gründe dafür werden die steigende Anzahl von Teillieferungen und Retouren genannt.

Die komplette Studie "Handel in Zahlen" 2018 kann kostenpflichtig auf der Seite des Handelsverbandes bestellt werden.

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