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generationlab-Studie: E-Books und neue Medienkulturen sind bei 55- bis 65-Jährigen noch nicht angekommen


Kategorie: News
15.12.2016 von Eva Wenzelhuemer

Das Institut für Jugendkulturforschung zeigt, dass gedruckte Bücher bei 55- bis 65-Jährigen immer noch viel beliebter sind als E-Books. Somit werden auch zu Weihnachten wahrscheinlich noch mehr Bücher geschenkt. 

Fotocopyright: Institut für Jugendkulturforschung
Fotocopyright: Institut für Jugendkulturforschung

Die neue generationlab-Studie des Instituts für Jugendkulturforschung bringt Erkenntnisse über das Medienverhalten der 55- bis 65-Jährigen in Österreich. Da Bücher als beliebte Weihnachtgeschenke dienen, die auch von Jüngeren an ihre Eltern und Verwandten geschenkt werden, können die Ergebnisse die Auswahl zwischen Buch und E-Book erleichtern. Laut der Studie haben gedruckte Bücher beim Großteil der 55- bis 65-Jährigen immer noch die Nase vorn. Generell findet diese Altersgruppe an die neuen Medienkulturen der digitalen Jugend noch kaum Anschluss.

Laut der Studie bevorzugen neun von zehn Lesern zwischen 55 und 65 Jahren gedruckte Bücher, das heißt mit E-Books liegt man in der Altersgruppe eher falsch. An den digitalen Medien der Jugend sind 55- bis 65-Jährige noch wenig interessiert. Die Apps und Web-Tools, die bei den Jungen boomen, werden von Älteren wenig verwendet. Instagram wird nur von zwei Prozent regelmäßig genutzt, Snapchat nur von einem Prozent. Sogar YouTube wird nur von einem Drittel der Befragten regelmäßig aufgesucht. Facebook und Whatsapp sind langsam auch in der älteren Generation angekommen. 57 Prozent sind bereits regelmäßig auf Facebook, WhatsApp wird von 53 Prozent genutzt, vor allem um mit Kindern und Enkeln zu kommunizieren.

Die Studienleiterin Beate Großegger erklärt: „Wir beobachten, dass Facebook und WhatsApp sich mehr und mehr zu All-Age-Media entwickeln und in den Familien eine für Jung und Alt wichtige Kommunikationsschnittstelle zwischen den Generationen schaffen. Der jugendkulturelle Trend geht hingegen ganz klar in Richtung Snapchat und Instagram. Und da bleiben die neuen Alten derzeit noch völlig außen vor.“

 

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