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Wirtschaftskammer Österreich

Handel: Mehr Beschäftigung, weniger Umsatz


Kategorie: Handel, ecommerce
11.05.2018 von Martin Ross

Die Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) konstatiert für Q1/2018 ein verstärktes Beschäftigungswachstum im Handel, trotz gebremster Umsatzentwicklung.

Spartenobmann Peter Buchmüller und Spartengeschäftsführerin Iris Thalbauer © WKÖ
Spartenobmann Peter Buchmüller und Spartengeschäftsführerin Iris Thalbauer © WKÖ

Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten im Einzelhandel ist im ersten Quartal 2018 stärker gestiegen als in den Vorjahren, obwohl die Konjunkturentwicklung sich wieder etwas langsam entwickelt, berichtet Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel der WKÖ. Das gehe aus der aktuellen Konjunkturerhebung der KMU Forschung Austria im Auftrag der Bundessparte Handel hervor. Demnach beschäftigt der stationäre österreichische Einzelhandel in den ersten drei Monaten des heurigen Jahres rund 333.800 Mitarbeiter. Das bedeutet ein Plus von 4.400 Mitarbeitern bzw. 1,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2017; bei den geringfügig Beschäftigten sei es aber zu einem leichten Rückgang gekommen.

Wie bereits erwähnt, habe der Konjunkturaufschwung im ersten Quartal wieder etwas an Fahrt verloren, bedauert Buchmüller: „Das Umsatzwachstum fällt mit 1,4 Prozent schwächer als im Gesamtjahr 2017 aus. Da waren es noch ganze 2 Prozent. In Österreich ist die Einzelhandelskonjunktur weiterhin schwächer als im EU-28-Durchschnitt und hat sich zudem gegenüber dem Gesamtjahr 2017 deutlich verschlechtert.“ Konjunkturmotor bleibt mit +4,5 Prozent der Lebensmitteleinzelhandel. Im Ranking der Handelsbranchen nach Umsatzsteigerungen liegt er – hinter dem Spielwareneinzelhandel (+7,3%) - auf dem zweiten Platz.

Ausblick

Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) prognostiziert ein in der ersten Jahreshälfte stärkeres Wachstum als im zweiten Halbjahr 2018. Zum BIP-Wachstum im Gesamtjahr 2018 soll – neben der kräftigen Auswertung der Exporte und der Investitionen – auch weiterhin der private Konsum beitragen. „Diesbezüglich hoffen wir natürlich, dass vor allem auch die einzelhandelsrelevanten Ausgaben in Österreich wachsen“, sagt Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der Bundessparte Handel der WKÖ: „Wichtig wäre, dass diese Ausgaben in den heimischen Handel fließen. Das führt zu mehr Investitionen und sichert Arbeitsplätze.“ Daher ruft die WKÖ die Konsumenten auf, mit ihren Kaufentscheidungen den österreichischen Handel zu unterstützen.

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