CASH - Home

Handelsverband

Handelsverband fordert "Marktplatz-Infrastrukturgesetz"


Kategorie: Handel, ecommerce
15.01.2019 von Karl Stiefel

Online-Marktplätze wie Amazon sollen auf Gleichbehandlung, diskriminierungsfreien Zugang zum Marktplatz und fairen Zugang zu Daten geprüft werden.

Die Regulierung soll Dritthändlern rechtliche Unterstützung einräumen.<br>© pexels.com/iPrice Group
Die Regulierung soll Dritthändlern rechtliche Unterstützung einräumen.
© pexels.com/iPrice Group

Ein "Marktplatz-Infrastrukturgesetz", vergleichbar mit dem Telekommunikationsgesetz, wird vom Handelsverband gewünscht. Dieses soll Drittanbieter auf Online-Handelsplattformen wie Amazon betreffen. "Unser Ziel ist eine vielfältige Handelswelt mit fairem Wettbewerb und fairen Preisen. Daher wollen wir marktmächtige Digitalkonzerne wie Amazon dazu verpflichten, gewerblichen Nutzern diskriminierungsfrei Zugang zu ihren Diensten zu gewähren, Gleichbehandlung sicherzustellen und einen Teil ihrer Daten anonymisiert offenzulegen", erklärt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.

Die drei Kernforderungen - Gleichbehandlung, gleichgestellter Zugang und eine faire Offenlegung der Daten - sollen durch eine eigene Behörde kontrolliert und reguliert werden. Damit soll die Dritthändler unterstützen. Amazon behält sich laut dem Handelsverband beispielsweise das Recht vor, Verträge mit seinen Marktplatz-Händlern jederzeit ohne Grund und mit sofortiger Wirkung zu kündigen oder auszusetzen. In solchen Fällen wäre die Regulierungsbehörde dafür zuständig, die Rechtmäßigkeit einer Sperre zu überprüfen.

Amazon machte 2017 in Österreich rund 690 Mio. Euro Umsatz via amazon.de und amazon.com. Hinzu kommt ein Umsatzvolumen von mindestens 700 Mio. Euro über den Amazon Marktplatz.

Kommentar hinzufügen
Felder, die mit einem Stern (*) markiert sind, müssen ausgefüllt werden!

 

Weitere Artikel