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Omnichannel Index/PwC Strategy&

Heimischer Onlinehandel: In diesen Bereichen herrscht Aufholbedarf


Kategorie: Studien, ecommerce
14.12.2017 von Manuel Stenger

Der Omnichannel Index 2017 zeigt vor allem eines: KMU fehlt es in erster Linie an finanziellen Mitteln, um mithalten zu können.

Harald Dutzler, Partner bei Strategy& in Österreich. © Klimpt
Harald Dutzler, Partner bei Strategy& in Österreich. © Klimpt

Wenn sich der Kunde aussuchen kann, wo und wann er einkauft, müssen On- und Offlinehandel immer stärker miteinander verknüpft werden. Wo die Hebel der Zukunft anzusetzen sind, zeigt nun der „2017 Global Omnichannel Index – Omnichannel on the march“ von Strategy&. Omnichannel Nation Nummer 1 ist laut dem Index die USA, gefolgt von Großbritannien, Australien, China und Kanada. Weltweit gesehen ist die höchste Omnichannel-Reife in den Branchen Medien, Consumer Electronics und Spielwaren zu finden.

Österreich hat es aufgrund seiner Größe nicht unter die Top 28 geschafft. Jedoch: „Auch in Österreich zählen Omnichannel-Strategien gerade im Retail-Sektor zu den Wachstumshebeln – neben verlängerten Rücksendefristen bis zu 100 Tagen sowie einer größeren Vielfalt an Zahlungsmethoden“, analysiert Harald Dutzler, Partner bei Strategy& in Österreich. Im deutschsprachigen Bereich wurden 40 Handelsunternehmen untersucht. Die höchste Reife wiesen die Branchen Medien, Unterhaltungselektronik und Bekleidungsindustrie auf. Im DACH-Raum wuchs der Online-Umsatz 2016 um 10,9 Prozent. Die Omnichannel-Entwicklung wird hierzulande laut Dutzler vor allem durch die Struktur aus kleinen und mittleren Betrieben in einigen Branchen gebremst. Hier fehlen vor allem die finanziellen Ressourcen. Dutzler weiter: „Nachdem nun aber branchenfremde globale Tech-Player mit flexiblen Vertriebswegen auch in weniger digitalisierte Segmente wie den Lebensmittelhandel einsteigen, ist es für ansässige Unternehmen überfällig, ihre Omnichannel-Aktivitäten strategisch auszubauen.“

Untersucht wurde bei der Studie der Digitalisierungsgrad von Verkaufsaktivitäten, das Omnichannel-Potenzial (erwartete Steigerung des digitalen und insbesondere mobilen Verkaufs), die Kundenerwartung nach Einkäufen über Kanalgrenzen hinweg und die technologische Infrastruktur im Sinne der Verbreitung von mobilen Endgeräten und Breitband-Internet. Weltweit ist der Digitalisierungsgrad der Unternehmen auf 27 Prozentpunkte gestiegen, so der Index.

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