CASH - Home

Landwirtschaftskammer/Landwirtschaftsministerium

Herkunft als Chance


Kategorie: Industrie
18.01.2019 von Max Pohl

„Mit einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung könnten wir die Wertschöpfung auf unseren bäuerlichen Familienbetrieben steigern“, erklärte Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, bei der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Bundesministerin Elisabeth Köstinger und LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger setzen sich für Herkunftsbezeichnung ein. © Landwirtschaftskammer Ö/APA-Fotoservice/Juhasz
Bundesministerin Elisabeth Köstinger und LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger setzen sich für Herkunftsbezeichnung ein. © Landwirtschaftskammer Ö/APA-Fotoservice/Juhasz

Die verpflichtende Herkunftskennzeichnung soll laut Regierungsprogramm für verarbeitete Produkte sowie für die Gemeinschaftsverpflegung bei Eier-, Fleisch- und Milchprodukten verankert werden. Als Vorbild dienen dabei das italienische und das französische Modell. „Unser gemeinsames Ziel für 2019 ist es, ein machbares System zu erarbeiten. Ich sehe die verpflichtende Herkunftskennzeichnung aber auch als große Chance für unsere bäuerlichen Familienbetriebe“, erklärte Köstinger.

„Unsere Bäuerinnen und Bauern bieten den Konsumenten täglich Lebensmittel höchster Qualität, erzeugt nach europaweit strengsten Vorschriften. Für den Bereich der Gemeinschaftsverpflegung hat die Landwirtschaftskammer Österreich 2016 die Initiative ‚Gut zu wissen‘ ins Leben gerufen, die für Gäste Klarheit bringen soll. Uns geht es mit dieser Initiative darum, den Wert der Lebensmittel wieder bewusst zu machen: Sie sind preiswert, das heißt, sie sind ihren Preis wert", stellte LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger ebenfalls im Rahmen der Grünen Woche in Berlin vor Journalisten fest.

Derzeit wissen Gäste in Kantinen, Mensen, Schulen, Kindergärten, Spitälern, Seniorenheimen oder Kasernen meist nicht, woher das Essen stammt. Auch im Lebensmittelhandel, wo die Herkunft von Fleisch und Eiern gekennzeichnet wird, gibt es noch offene Punkte. „Nach dem Vorbild der Initiative ‚Gut zu wissen‘ müssen wir nun den nächsten Schritt gehen. Wir wollen daher, wie im Regierungsprogramm vereinbart, eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Fleisch, Milch und Eiern in der Gemeinschaftsverpflegung gesetzlich verankern“, erklärte Moosbrugger.

Matthias SIess, 23.01.2019, um 08:35 Uhr

Das ist ein wichtiger Schritt für die Erhaltung der bäuerlichen Struktur und das Erlebnis des Einkaufes am Bauerhof.
Herkunft hat Zukunft ist ein wichtiges Motto um den Bauernsterben entgegen zu wirken. Regionalität ist das Zauberwort um die Wertschöpfung und Einkommen der Bauern zu sichern und zu erhöhen.
Nur sollten wir Programme so schnell wie möglich entwickeln Werbung schalten und Bewusstsein schaffen, damit die Kunden das auch realisieren und demtentsprechend beim Bauern einkaufen.
Die Zeit drängt!!
Nicht nur reden Daten setzen.
Ich werde mich dafür einsetzen!
Lg Landeskammerrat Matthias SIESS Burgenland
Kommentar hinzufügen
Felder, die mit einem Stern (*) markiert sind, müssen ausgefüllt werden!

Weitere Artikel