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myIDsafe

Identifikation via Blockchain


Kategorie: Handel, ecommerce
04.04.2019 von Karl Stiefel

Digitaler Ausweis "myIDsafe" wird von österreichischem Konsortium ins Leben gerufen. Davon sollen Händler und Privatpersonen profitieren.

© geralt - pixabay.com
© geralt - pixabay.com

Als "Vertrauens-Ökosystem auf Blockchain-Basis" wird das Identifikations-System "myIDsafe" bezeichnet. Entwickelt wurde es von einem Konsortium in Österreich tätiger Unternehmen und Organisationen: A1, Handelsverband Österreich, market-place Austria (ein Verbund der 15 relevantesten Medien), Notar-Treuhand-Bank, youniqx Identity AG, PSA Payment Services Austria GmbH, Raiffeisen Informatik, Raiffeisen Bank International und Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG sind mit dabei.

Als Grund für den digitalen Ausweis wird die Stärke von Angeboten aus dem Ausland genannt: "Bisher kamen die dominierenden Angebote und Systeme dafür vor allem von den US-amerikanischen Gesellschaften Google, Apple, Facebook und Amazon – kurz GAFA genannt. Diese Dienste sind jeweils in sich geschlossen, der Funktionsumfang der digitalen Identitäten wird durch die betreibenden Unternehmen vorgegeben. Diese Angebote sind zentralisiert, die Datenhoheit liegt beim jeweiligen Anbieter, nicht mehr beim Konsumenten oder Bürger", heißt es in einer Aussendung.

Vorteil des myIDsafe-Systems: Nutzer haben die Kontrolle über ihre Identität, welche nur bei der Benutzung von dem Blockchain-System bestätigt wird. Außerhalb dieses Prozesses werden die Identifikations-Daten nur beim Besitzer gespeichert - das reduziert die Abhängigkeit von Drittanbietern. Davon sollen Privatpersonen und Wirtschaftstreibende profitieren, myIDsafe wird ab Jänner 2020 verfügbar sein.

Was ist Blockchain?
Blockchain ist ein dezentrales Netzwerk-System, bei dem ausschließlich die Nutzer ihre verschlüsselten Daten besitzen. Wenn die Daten genutzt werden (etwa für eine Überweisung von Cryptowährung oder für eine Identifikation) werden sie zwischen Sender und Empfänger abgeglichen, eine Drittperson in dem System bestätigt die Übertragung und verpasst ihr einen Zeitstempel, ohne die Daten einzusehen. So können Datensätze in einem offenen Netzwerk und ohne Hoheitsanspruch von Drittanbietern behandelt werden.

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