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Kaufkraft der Österreicher um 3,4 % gestiegen


Kategorie: Handel, Industrie, Studien
16.04.2018 von Martin Ross

Der von RegioData Research im Vorjahr prognostizierte Anstieg für 2017 ist eingetroffen: 2017 verfügten die Österreicher über eine durchschnittliche Kaufkraft von 21.812 Euro pro Kopf und Jahr. Das ist nominell 717 Euro mehr als im Jahr zuvor.

Quelle: Regiodata Research, Kaufkraftkennziffern Österreich – Ausgabe 2018
Quelle: Regiodata Research, Kaufkraftkennziffern Österreich – Ausgabe 2018

Wenn man bei diesem Ergebnis die Inflation berücksichtigt, bleiben etwa 23 Euro pro Monat mehr als im Vorjahr übrig, was auf die florierende Wirtschaft und den boomenden Tourismus zurückzuführen ist. Im europäischen Vergleich hält Österreich stabil den 8. Rang. Betrachtet man nur die Eurozone, ist das immerhin Rang 2 hinter Luxemburg. Auch an der Spitze gibt es keine Überraschung: Die Schweizer bleiben mit einer absoluten Kaufkraft von umgerechnet 39.588 Euro auf Platz 1. – Bis hierher ist der Befund derselbe wie im Vorjahr, cash.at berichtete. Und es ist immer noch so, dass die Kaufkraft-Unterschiede zwischen den Ländern immer größer werden: Ein durchschnittlicher Schweizer hat fast doppelt so viele Geldmittel zur Verfügung wie ein durchschnittlicher Bewohner Österreichs.

Auch in Österreich wenig Veränderung

Auch die fünf kaufkräftigsten Bezirke Österreichs bleiben gleich wie in den Jahren zuvor. Wien 1., Innere Stadt, führt weiterhin mit großem Abstand die Tabelle an. Dass die Kaufkraftspanne innerhalb Wiens sehr groß ist, veranschaulicht das Ergebnis der aktuellen Studie ganz besonders: In Wien liegen 13 Bezirke über und 10 Bezirke unter der durchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft Österreichs. Gesamt ergibt dies eben ein durchschnittliches Ergebnis. Zwettl war 2016 nicht im Ranking der Kaufkraftärmsten, zählt 2017 aber wieder dazu. Wien 10., Favoriten, und Zwettl „befreien“ die Südoststeiermark und Murau aus der Reihung der Letztplatzierten. Von den kaufkraftärmsten Bezirken haben Lienz und Zwettl allerdings mit 26 % den größten Zuwachs erfahren. Unter den kaufkräftigsten Bezirken sticht Eisenstadt mit einem Wachstum von 23 % hervor. Bei den Bundesländern hat Niederösterreich Salzburg überholt und ist auf Platz 1 zurückgekehrt.

Definition und Berechnungsmethode

Die Kaufkraftdaten beruhen auf einer Erfassung des disponiblen Einkommens. Es wurden alle Einkommen (Unselbständige, Selbständige, Kapitalvermögen, Vermietung, etc.) und Trans-fereinkommen (Pensionen, Familienbeihilfen, Arbeitslosengeld, etc.) der Bevölkerung erhoben und um Abgaben (Steuern und Pflichtbeiträge zur Sozial-, Arbeitslosen- und Pensionsversicherung) gekürzt. Eventuelle regionale Preisniveauunterschiede werden in dieser Berechnung bewusst nicht berücksichtigt, da sie nur wenige Ausgabengruppen (insbes. Wohnkosten und Gastronomie) betreffen (die Preise für die meisten Waren und Dienste sind ja österreichweit gleich). Alle Werte sind auf die Region bezogene Durchschnittswerte und erlauben keine individuellen Rückschlüsse auf einzelne Personen oder Personengruppen.

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