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Handelsverband

Keywords als Pfad zum Händler


Kategorie: Handel, ecommerce
23.05.2019 von Karl Stiefel

Der Handelsverband hat die Suchmaschinen-Sichtbarkeit des heimischen Handels analysiert und dafür geschaut, wer bei 40.000 Begriffen die Nase vorn hat.


Was beim stationären Handel der Standort ist, lässt sich beim eCommerce auf die Sichtbarkeit ummünzen. Wer bei Suchmaschinen höher gereiht wird, erreicht die Kunden besser. Der Handelsverband hat zusammen mit dem Onlinemarketing-Spezialisten Otago Online Consulting beim "Digital Visibility Report 2019" die digitale Lage des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe genommen. Dafür wurden 40.000 Keywords und 2 Millionen Datensätze analysiert. Daraus hat sich ein Sichtbarkeitsindex ergeben, welcher zeigt, wie oft eine Domain zu einem Keyword oder einem Keyword-Set in den Suchergebnissen aufscheint. Hier die beobachteten Kategorien mit ihrem jeweiligen Anteil von Online-Verkäufen, gemessen am Gesamtmarkt der Kategorie.

Lebensmittel (1,7 %)
Am sichtbarsten ist in der Kategorie die Rezept-Plattform guteküche.at - mit einem mehr als doppelt so hohen Index wie das zweitplatzierte ichkoche.at. Kein Einzelfall, die Gastro-Blogs sind hier gut vertreten. Als sichtbarster Händler kann sich Rewe International mit billa.at auf dem 6. Platz positionieren. Erst auf den Positionen 15 und 16 folgen unimarkt.at und hofer.at. Hier zeigt sich: Content is King. Als einziger Produzent unter den Top 20 ist Dr. Oetker mit oetker.at vertreten.

Fashion & Accessoires (20 %)
Obwohl zalando.at die sichtbarste Seite der Mode-Branche ist, hebt sie sich der Schuh-Händler nicht massiv von der Konkurrenz ab. Nach wie vor stark ist ottoversand.at, gefolgt von aboutyou.at. Amazon verfehlt nur knapp die Top 5. Die guten Rankings werden vom Handelsverband auf die Investitionen der Branche in die Suchmaschinen-Optimierung zurückgeführt. Nur logisch, zumal der Versandhandel bei Mode nach wie vor boomt.

Wohnen & Einrichten (6,7 %)
XXXLutz schafft es nicht nur auf den ersten Platz, das heimische Möbelhaus ist auch in allen Unterkategorien am sichtbarsten. Direkt dahinter liegt das dazugehörige moebelix.at, gefolgt von home24.at und amazon.de. Kika liegt auf Platz 8, willhaben auf der 9 und Ikea auf der 12. Die Baumärkte Hornbach (11) und Obi (16) sind ebenfalls vertreten, beide performen stark bei Badezimmern und Gartenmöbeln.

Heimwerken & Garten (2,7 %)
An der Spitze des Sichtbarkeits-Index findet sich hornbach.at. Zweitplatziert ist mit reifendirekt.at ein Händler der KFZ-Branche, knapp dahinter mit obi.at wieder ein Baumarkt. Auffällig in der Kategorie ist die hohe Dichte an österreichischen Domains und die Dominanz von Baumärkten und Reifenhändlern.

Computer & Elektronik (20,5 %)
Kein Händler, sondern das Vergleichsportal geizhals.at ist bei der Elektronik am sichtbarsten. Das setzt sich bei den Top 3 fort: idealo.at und wogibtswas.at nehmen die Folgeplätze ein. Erst auf der 4 findet sich mediamarkt.at wieder, auf der 10 mediamarkt.de und auf der 11 saturn.at. Bei den Keywords der Kategorie wird deutlich, dass oft genaue Bezeichnungen gesucht werden und Konsumenten gut informiert nach Produkten suchen.

Drogerie (2,7 %)
Die Parfümerie Douglas führt mit douglas.at den Sichtbarkeits-Index unter den Drogerien an. Danach folgt das Vergleichsportal idealo.at. Auf Platz 5 reiht sich dm drogerie markt mit meindm.at hinter amazon.de und vor pipa.at. Ebenfalls in der Kategorie ist apotheke.at vertreten.

Bücher & Papierbedarf (29,3 %)
Die komplette Top 3 nehmen Produzenten ein: flyeralarm.com, overnightprints.at und vistaprint.at schaffen es noch vor den ersten Händler, amazon.de. Thalia ist mit thalia.at auf dem 7. Platz zu finden. Direkt dahinter ein interessanter Ausreißer: bmbwf.gv.at, die Seite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Ebenfalls auffällig ist, dass Amazon bei den eBooks nur knapp in die Top 10 schafft. Hier zeigt sich, dass selbst ein starkes Produkt (Kindle) auf dem Markt nicht die fehlende Optimierung von Keywords kompensiert.

Sport & Freizeit (10,8 %)
Mit intersport.at auf dem 1., hervis.at auf dem 3. Platz und gigasport.at auf der 16 schaffen es drei stationäre Händler in das Sichtbarkeits-Ranking. Der große Vorteil gegenüber den auch in dieser Kategorie beliebten Vergleichsportale ist die breite Abdeckung von Keywords. Gute Platzierungen in allen Unterkategorien sind die Folge. Die beiden Riesen-Newcomer decathlon.at und xxlsports.at sind in den Top 20 noch nicht vertreten.

Im Rahmen der Studie geben der Handelsverbandund Otago Online Consulting noch sieben Tipps für die Verbesserung der Sichtbarkeit im Online-Handel: Seiten für Smartphones optimieren, Keywords pflegen, bei Google My Business registrieren, Inhalte zielgruppengerecht aufbereiten, bei der Seitengestaltung an die Nutzerfreundlichkeit denken, online und offline verbinden sowie der Fokus auf Retargeting von Neukunden.

Die komplette Studie finden Sie kostenlos auf der Seite des Handelsverbandes.

Weitere Details finden Sie auf der Seite von Otago Online Consulting.

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