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Kooperation mit Start-up erleichtert LMIV-Umsetzung


Kategorie: Industrie, Handel
14.09.2015 von Willy Zwerger

Metro Cash & Carry Österreich ist eine Kooperation mit FoodNotify eingegangen - mit dem Ziel, Gastronomen die Umsetzung der Lebensmittel-Informations-Verordnung zu erleichtern und darüber hinaus zusätzliche Benefits für den täglichen Arbeitsablauf anzubieten.

V.l.: Bernd Querfeld (Landtmann), Marc Groenewoud (Metro) und Thomas Primus (FoodNotify); Foto: Metro
V.l.: Bernd Querfeld (Landtmann), Marc Groenewoud (Metro) und Thomas Primus (FoodNotify); Foto: Metro

„Als Partner der österreichischen Gastronomie sind wir immer daran interessiert, unsere Kunden im Arbeitsalltag zu unterstützen. Daher waren wir auch auf der Suche nach einer Hilfe bei der LMIV-Umsetzung, die wir mit dem jungen Start-up Unternehmen FoodNotify gefunden haben“, freut sich Metro-Generaldirektor Marc Groenewoud über diese Innovation. „Gemeinsam mit den Experten von FoodNotify haben wir das Programm erweitert und nützliche Zusatzfunktionen entwickelt. Als etabliertes Großunternehmen haben wir bei dieser Zusammenarbeit besonders von der Flexibilität, Innovationskraft und Schnelligkeit eines Jungunternehmens profitiert.“

FoodNotify wurde vom ehemaligen Investmentbanker Thomas Primus Ende 2014 gegründet und ist eine Webapplikation, mit deren Hilfe Speisekarten mit der Allergenkennzeichnung und Rezeptdatenblätter entsprechend der EU-Verordnung erstellt werden können. Auf Wunsch können auch die Nährwerte ausgewiesen werden – eine Kundeninformation, die möglicherweise ebenfalls bald verpflichtend wird.

Der Kunde kann die jeweiligen Produkte oder ganze Rezepte checken lassen. Hierbei ist es möglich, aus tausenden Standardrezepten zu wählen und diese bei Bedarf individuell abzuändern. Darüber hinaus kann der User persönliche, anderen Usern nicht zugängliche Rezeptsammlungen anlegen. Primus dazu: „Aktuell umfasst die Datenbank von FoodNotify, die laufend erweitert wird, schon knapp 300.000 Produkte und Zutaten. Die Kooperation mit Metro Österreich ermöglichte uns, auf die Expertise aus jahrzehntelanger Erfahrung zurückzugreifen. Für ein junges Unternehmen von unschätzbarem Wert.“

Die notwendigen Daten erhält FoodNotify aus folgenden Quellen:

  • GS1, ein Unternehmen, das die klassischen EAN-Codes vergibt und dessen Datenbank die Lebensmittelindustrie mit den Inhaltsangaben ihrer Produkte füttert.
  • KOST liefert ebenfalls Inhaltsinformationen von Produkten der Lebensmittelunternehmen.
  • nut.s (nutritional.software), stellt wiederum die Daten zu Allergenen und Nährwerten von nicht verarbeiteten Lebensmitteln (Obst, Gemüse, etc.) zur Verfügung.
  • Ecoinform, eine Datenbank für Bioprodukte und nachhaltige Erzeugnisse.
  • Metro: Sämtliche bei Metro angebotenen Lebensmittel sind ebenfalls (inkl. Artikelnummern, Verpackungsgrößen, etc.) – exklusiv für Metro-Kunden – in der Datenbank verfügbar.

Auf diese Art werden auch alle in einer dieser Datenbanken neu gelisteten Produkte automatisch von FoodNotify erfasst und den Usern zur Verfügung gestellt.

Weitere Funktionen von FoodNotify, die auf Anregung und in Zusammenarbeit mit dem Metro-Target Group Management entwickelt wurden:

  • Barcodescanner: Mit dieser Handy-App hat der Kunde die Möglichkeit, ein beliebiges (in der Datenbank erfasstes) Produkt in einem Super- oder Großmarkt zu scannen und alle Infos über Allergene und Nährwerte zu bekommen. Darüber hinaus steht dem User das gescannte Produkt inklusive aller Informationen sofort zur Rezept- und Speisekartenerstellung auf FoodNotify zur Verfügung. Der User erspart sich damit das Heraussuchen der von ihm verwendeten Produkte aus der FoodNotify Zutaten-Datenbank.
  • Menüplaner: Dieser kann die Rezepte mit den einzelnen Kalendertagen bzw. Wochen verknüpfen und man erhält die Möglichkeit, das Menü auf anderen Medien (eigene Homepage, Social Media Plattformen, etc.) zu veröffentlichen.
  • Deckungsbeitragsrechner: Damit können die Einkaufspreise der einzelnen Produkte erfasst und weiterverarbeitet werden. Somit kann man exakt berechnen, wie viel eine einzelne Speise in der Herstellung kostet – für viele Gastronomen ein wichtiges Tool, um auf einen Blick ihren Wareneinsatz und Deckungsbeitrag zu erfassen.

Übrigens: Metro-Kunden bekommen etwa 15 Prozent Preisnachlass auf alle Pakete (die regulären Preise betragen für das Basic-Paket einmalig 89 € und für das Standard- und Premium-Paket monatlich 29 € bzw. 49 €, ein 14-tägiges Probeabo ist kostenlos), manche Gadgets, wie beispielsweise der Deckungsbeitragsrechner, werden bereits bei günstigeren Paketen automatisch freigeschaltet.

Marc Groenewoud: „Wir waren von den Möglichkeiten, die FoodNotify bietet, sofort überzeugt und wollen mit dieser innovativen Applikation unseren Kunden einen besonderen Benefit bieten, speziell die Tatsache, dass den Metro-Kunden die Inhaltsangaben sämtlicher Metro-Produkte zur Verfügung stehen – ein Service, den es ausschließlich für eingeloggte Metro-Kunden gibt – erleichtert Gastronomen den Einkauf und den Umgang mit Metro-Produkten.“

Ein FoodNotify-User der ersten Stunde ist der Wiener Cafetier Berndt Querfeld (u.a. Café Landtmann, Café Museum, Café Mozart), der die Möglichkeiten dieses Programms schnell geschätzt hat: „Wir verwenden diese Applikation in allen unseren Kaffeehäusern. FoodNotify ist eine fortschrittliche und dabei extrem anwenderfreundliche Lösung. Einfacher geht’s wirklich nicht.“

Detail am Rande: Die Metro-Group gestaltet an all ihren Standorten aktiv die Zukunft der Handelsbranche soweit wie möglich mit und öffnet ihre Vertriebslinien dabei verstärkt für innovative Ideen. Dazu ist Metro gemeinsam mit dem US-Unternehmen Techstars, einem der international renommiertesten Startup-Netzwerke, in die Förderung innovativer Startups eingestiegen. Das Förderprogramm „Techstars Metro Accelerator“ richtet sich an Gründer mit innovativen, technologischen Anwendungen für Gastronomie, Hotellerie und Catering – so wie beispielsweise FoodNotify, das ebenfalls von diesem Programm profitiert hat. Dabei helfen erfahrene Mentoren und Experten ausgewählten Startups über drei Monate, das eigene Geschäft erfolgreich weiterzuentwickeln. Der „Techstars Metro Accelerator“ ist der erste weltweit, der sich auf Technologie-Anwendungen für die Gastronomie fokussiert.

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