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Künstlich intelligente Heimgeräte im Vormarsch


Kategorie: Industrie, Handel, Studien, ecommerce
09.08.2018 von Martin Ross

Die Global Consumer Insights Survey 2018 sagt, dass ein Drittel der Verbraucher die Anschaffung neuer Heimgeräte mit künstlicher Intelligenz plant.

Gerald Dipplinger, Industry Leader im Bereich Retail & Consumer bei PwC Österreich © PwC Österreich
Gerald Dipplinger, Industry Leader im Bereich Retail & Consumer bei PwC Österreich © PwC Österreich

Zehn Prozent der Verbraucher besitzen bereits Geräte mit künstlicher Intelligenz (KI), beispielsweise Roboter und automatisierte persönliche Assistenten wie Amazon Echo oder Google Home. 32 Prozent der Verbraucher planen die Anschaffung solcher Geräte. Das ist das Ergebnis der „Global Consumer Insights Survey 2018“ von PwC. Für die Studie wurden das Kaufverhalten, die Gewohnheiten und Erwartungen von mehr als 22.000 Verbrauchern in 27 Ländern ausgewertet.

Das größte Interesse an Geräten mit KI zeigen Verbraucher in Wachstumsmärkten wie China, Vietnam, Indonesien und Thailand, während das Interesse in den Industrieländern grundsätzlich eher gering ist. In Brasilien und China gibt es 59 bzw. 52 Prozent Haushalts-KI-Interessenten, das ist doppelt so hoch wie in den USA (25 Prozent), Großbritannien (24 Prozent) oder Frankreich (25 Prozent). In Italien und Polen besteht ebenfalls großes Interesse: Etwa 40 Prozent gaben an, den Erwerb eines KI-Geräts zu planen.

Für alle Märkte ließ sich feststellen, dass die Early Adopters solcher Geräte meist männlich, im Alter von 18 bis 34 Jahren und offen gegenüber gemeinschaftlichem Konsum sind. Darüber hinaus zeigen sie sich eher risikobereit im Hinblick auf Online-Sicherheitsrisiken bzw. Online-Betrug und weniger preisbewusst. Gerald Dipplinger, Industry Leader im Bereich Retail & Consumer bei PwC Österreich: „Künstliche Intelligenz ist in den Verbraucher- und Handelssektoren auf dem Vormarsch, denn das Einkaufsverhalten verändert sich. Kommt ein Wunsch auf, kann dieser direkt über eine Bestellung realisiert werden, ohne dass sich der Verbraucher Gedanken über eine mögliche nächste Einkaufstour machen muss. KI könnte innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre eine Revolution herbeiführen, wenn es darum geht, wie Unternehmen Verbraucher profilieren, segmentieren und betreuen.“

Auch Mobilgeräte werden beim Thema Einkaufen weltweit immer beliebter: In den vergangenen sechs Jahren hat sich die Zahl der Einkäufe über mobile Endgeräte mehr als verdoppelt und nimmt derzeit einen Anteil von 17 Prozent ein. Der elektronische Handel behauptet weiterhin seine Führungsposition am Markt – 59 Prozent der Verbraucher kaufen bei Online-Händlern ein. Diese Entwicklung hat auch die Erwartungen der Käufer zum Versand ihrer Waren verändert: 41 Prozent sind bereit, für eine Lieferung am gleichen Tag bzw. eine schnellere Lieferung einen Aufpreis zu bezahlen, 44 Prozent der Teilnehmer für eine bestimmte Lieferzeit und 38 Prozent der Studienteilnehmer ziehen eine Drohne als Liefermethode in Betracht.

Neben der Marktdominanz großer Online-Händler stehen aber auch für die Geschäfte vor Ort die Zeichen auf Erfolg. Bereits das vierte Jahr in Folge ist der Anteil der Befragten, die angeben, jede Woche in Geschäften vor Ort einzukaufen, um 3 Prozent auf 44 Prozent gestiegen. Ob online oder an Ort und Stelle: Soziale Netzwerke bleiben die größten Einflussnehmer auf Verbraucher, die auf der Suche nach Inspiration für ihre Einkäufe sind – wenngleich ein leichter Rückgang von 39 auf 37 Prozent festgestellt wurde. Den größten Einfluss haben soziale Netzwerke im Nahen Osten (70 Prozent), gefolgt von Indonesien (58 Prozent), Malaysia (58 Prozent) und China (52 Prozent).

Für weitere Ergebnisse siehe den Link zur Studie.

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