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LEH und Industrie mit offenem Brief an die EU


Kategorie: Handel, LH, Industrie
10.07.2018 von Martin Ross

Der Lebensmittelhandel und führende Lebensmittelhersteller aus Österreich und Deutschland richten in Sachen Gentechnik einen dringlichen Appell an die EU-Kommission.

Der Lebensmittelhandel und führende Lebensmittelhersteller aus Österreich und Deutschland haben in Sachen Gentechnik einen Offenen Brief an die EU geschrieben © ARGE Gentechnik-frei
Der Lebensmittelhandel und führende Lebensmittelhersteller aus Österreich und Deutschland haben in Sachen Gentechnik einen Offenen Brief an die EU geschrieben © ARGE Gentechnik-frei

Den Unternehmen in Österreich und Deutschland geht es konkret darum, dass die EU die Verfahren der Neuen Gentechnik und die daraus entstehenden Produkte nach EU-Gentechnikrecht als gentechnisch veränderte Organismen (GVO) einstufen und entsprechend regulieren soll. Dies sei essenziell, um die Futter- und Lebensmittelproduktion ohne Gentechnik, die sich in beiden Ländern als wichtiger Qualitätsstandard etabliert hat und mit hohem logistischem und finanziellem Aufwand abgesichert wird, nicht zu gefährden. Auch die Bio-Produktion müsse geschützt werden.

Der Grund für diese Forderung ist das Vorsorgeprinzip. Um Konsumenten und Umwelt zu schützen, müssten die Verfahren der Neuen Gentechnik – analog zur bestehenden Gentechnik – vor ihrer Zulassung für Anbau oder Verwendung einer fundierten Risikobewertung unterzogen werden. Auch die vollständige Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung seien zu garantieren, damit die Wahlfreiheit für Konsumenten und Hersteller gewährleistet bleibe. Letztlich gehe es um Nahrungsmittelsicherheit und um die Beibehaltung der hohen Qualitätsstandards, zumal das Qualitätsbewusstsein der Konsumenten stetig steigt.

Dies verlangen führende LEH-Vertreter wie Edeka, Lidl, Rewe und Spar sowie Hersteller wie NÖM, Berglandmilch, Salzburg Milch, Kärntnermilch, Wech und Titz in einem Offenen Brief, der an EU-Präsident Jean-Claude Juncker und den zuständigen EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis gerichtet ist. Der Offene Brief kann hier gelesen und heruntergeladen werden.

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