CASH - Home

Hillinger

Leo Hillinger im CASH-Interview: „Ehrliche Arbeit wird belohnt“


Kategorie: Industrie
13.05.2019 von Max Pohl

Der populäre burgenländische Winzer Leo Hillinger über seine Erfahrungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel als Partner beim Weinverkauf.

© Hillinger
© Hillinger

CASH: Herr Hillinger, seit wann sind Sie mit Ihrem Wein im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel vertreten?
Leo Hillinger: Mittlerweile seit etwas mehr als einem Jahrzehnt. Erzählen Sie uns, wie es begonnen hat und welche Erfahrungen Sie gemacht haben.

Erzählen Sie uns, wie es begonnen hat und welche Erfahrungen Sie gemacht haben.
Ich wollte unseren Wein einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Der Lebensmitteleinzelhandel hat den Trend erkannt und daher forthin neben den alltäglichen Produkten auch Wein in einem immer breiteren Sortiment angeboten. So profitierten alle Beteiligten von dieser Entwicklung, vom lokalen Weinbauern bis zum Endkonsumenten. Einer der wichtigsten Punkte von solchen Projekten war und ist mir dabei immer die Nachhaltigkeit. Ein langfristiges Konzept unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Grundwerte ist das Um und Auf eines gemeinsamen Erfolges.

Der sich bald auch eingestellt hat?
Der Endkunde hat Verfügbarkeit, Preis und Qualität der im LEH angebotenen Weine zu schätzen gelernt. Folgedessen ist auch die Nachfrage stetig nach oben gegangen.

Würden Sie aus heutiger Sicht etwas anders machen?
Nichts. Es gibt ständig Prozesse und Abläufe, welche man optimieren kann und manchmal auch muss. Über die Jahre ändern sich Kundenbedürfnisse, gesamtwirtschaftliche Faktoren, der Umgang mit der Natur und sonstige unvorhersehbare Faktoren. Auf diese gilt es, mit höchst möglicher Flexibilität zu reagieren.

Bei welchen Ketten sind Sie heute gelistet – regional oder bundesweit, mit welchen Weinen, welcher Herkunft?
Wir sind derzeit bei mehreren namhaften Lebensmitteleinzelhändlern bundesweit prominent gelistet. Die Palette der angebotenen Weine umfasst all unsere Kategorien: frisch und fruchtig, erdverbunden, premium, prickelnd, trendy sowie spezielle Eigenkreationen, abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse unserer LEH-Partner. Von unseren hochwertigen burgenländischen Weinen bis hin zu kreativen Sonderprojekten, wie zum Beispiel aus dem Weinbaugebiet Constantia in Südafrika.

Haben Sie Exklusivverträge mit den Ketten beziehungsweise welche Forderungen stellen die Ketten?
Wir haben Gott sei Dank ein überaus partnerschaftliches Verhältnis mit all unseren Lebensmitteleinzelhändlern. Ganz wichtig dabei ist uns der persönliche Kontakt und eine professionelle Gesprächsbasis mit den zuständigen, fachkundigen Mitarbeitern. Entscheidungen werden fast ausschließlich nach vorheriger intensiver zielorientierter Kommunikation getroffen, um die Bedürfnisse des Marktes optimal erfüllen zu können.

Müssen Sie Kompromisse machen, um im LEH vertreten zu sein?
Kompromisse sind immer dann einzugehen, wenn diese zum Wohle der Gesamtheit zweckdienlich sind. Auch hierbei ist die beschriebene Kommunikation zwischen den jeweils involvierten Parteien extrem wichtig.

Machen Sie Aktionen im LEH und wenn ja, in welcher Form?
Aktionen gehören im LEH einfach dazu. Die Kreativität der vielfachen Ausformung dieser ist hinlänglich bekannt. Und gibt dem Endkonsumenten Sicherheit und Entscheidungsfreiheit.

Welche Mengen setzen Sie jährlich über den LEH ab?
Auch aufgrund vertragspolitischer Aspekte bitte ich um Verständnis, dass ich hier Zahlen nicht nennen kann.

Aber vielleicht können Sie uns sagen, welchen Stellenwert der LEH heute für Sie als Absatzkanal hat?
Der LEH ist ein wichtiger Distributionskanal von vielen. Jeder Absatzweg hat seine eigenen Möglichkeiten und Kundschaft. Somit können wir gewährleisten, dass jeder Weinliebhaber seinen richtigen Wein zur passenden Zeit am passenden Ort zur Verfügung hat.

Und was würden Sie anderen Winzern raten, die im LEH Fuß fassen wollen?
Ehrliche und harte Arbeit wird noch immer belohnt. Die Jungen müssen an sich glauben, eine klare Vision haben und alles dafür tun. Wie auch schon der Titel meiner Autobiografie sagt, mein Motto ist Konsequenz, Konsequenz, Konsequenz!

Vielen Dank für das Interview!

 

 

Kommentar hinzufügen
Felder, die mit einem Stern (*) markiert sind, müssen ausgefüllt werden!

Weitere Artikel

  • 14.06.2019

    Ikea Graz ist 30

    1989 zog Ikea auch nach Graz und ist dort immer größer geworden.

  • 14.06.2019

    Ferdinand Ebner hat renoviert

    Am 13. Juni 2019 eröffnete der frisch renovierte Adeg-Markt in Spittal an der Drau.

  • 14.06.2019

    Kaffee im Stadtpark

    Die junge Wiener Kaffeemarke Bieder & Maier betreibt ab sofort ein Pop-up im Wiener Stadtpark.

  • 14.06.2019

    Das Futter-Line-up auf der Donauinsel

    Der Interspar-Food-Truck macht auch heuer wieder Station am Donauinselfest, um die vielen Hungrigen...

  • 14.06.2019

    Darbo wächst weiter

    Mit einem Umsatz von 140,3 Millionen Euro erreichte das Tiroler Familienunternehmen im vergangenen...