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Lieb sein zu den Tieren


Kategorie: Handel, LH
10.03.2015

Das Wohl der Tiere ist ein Grundwert der Hofer Bio-Marke "Zurück zum Ursprung". Die hohen Tierschutz-Anforderungen werden mit den unabhängigen Tierschützern der Gesellschaft für artgemäße Nutztierhaltung laufend überprüft und weiterentwickelt.

Bild v.l.n.r.: Michael Zoklits (Leiter der Gesellschaft für artgemäße Nutztierhaltung), Werner Lampert (Bio-Pionier und Initiator der Hofer-Marke Zurück zum Ursprung), Madeleine Petrovic (Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins und Geschäftsführerin der Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung), Karlheinz Uhl (Geschäftsführer von Nestei und Projektpartner für „Hahn im Glück“) Foto: Hofer
Bild v.l.n.r.: Michael Zoklits (Leiter der Gesellschaft für artgemäße Nutztierhaltung), Werner Lampert (Bio-Pionier und Initiator der Hofer-Marke Zurück zum Ursprung), Madeleine Petrovic (Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins und Geschäftsführerin der Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung), Karlheinz Uhl (Geschäftsführer von Nestei und Projektpartner für „Hahn im Glück“) Foto: Hofer

„Der Kunde hat es in der Hand - das Wohl der Tiere genauso wie seine eigene Gesundheit. Beides hängt ursächlich miteinander zusammen. Somit stimmt der Kunde bei jedem Kauf eines Produkts darüber ab, wie dieses hergestellt wurde“, ist Bio-Pionier Werner Lampert, Initiator von Zurück zum Ursprung, überzeugt. „Unser Prüf Nach!-Standard sichert die Gesundheit der Tiere, artgerechte Fütterung und zum Beispiel Weidehaltung für Rinder. Hochleistungsrassen und Kraftfutter sind heute größtenteils in der Landwirtschaft üblich. Wir müssen das kritisch hinterfragen und gegensteuern - zum Wohl der Tiere.“

Die strengen Kriterien des Prüf Nach!-Standards, der für alle Ursprungs-Produkte gilt, wurden nun von der unabhängigen Gesellschaft für artgemäße Nutztierhaltung GAN geprüft. „Zurück zum Ursprung ist damit österreichweit die einzige Bio-Marke, die unser Prüfzeichen auf allen tierischen Produkten tragen darf. Unsere Experten sehen sich die Betriebe der Ursprungs-Bauern direkt vor Ort an und vergewissern sich, dass es den Tieren gut geht“, so Michael Zoklits, Leiter der GAN.

Aufgabe der seit 2008 bestehenden GAN ist es, Standards für verbesserte Tierhaltungssysteme zu entwickeln und mit Interessenten in die Praxis umzusetzen. Zur GAN gehört auch der Wiener Tierschutzverein, dessen Präsidentin Madeleine Petrovic sich seit Jahren für das Tierwohl einsetzt: „Es muss uns bewusst sein, dass nicht nur das augenscheinliche Steak ein tierisches Lebensmittel ist, sondern jedes Glas Milch und jedes Ei. Schon von klein auf müssen wir darauf achten, dass unsere Lebensmittelproduktion nicht auf Kosten der Tiere passiert.

1.900 heimische Bauern sind Tag für Tag im Einsatz, um tierische Lebensmittel für Zurück zum Ursprung - ob Milchprodukte, Fleisch oder Eier - herzustellen. Sie sorgen aus eigener Überzeugung für die sorgsame Betreuung ihrer Tiere. Unterstützt und beraten werden sie dabei von Zurück zum Ursprung. Der Prüf Nach!-Standard gilt für alle Bauern als Voraussetzung und wird gemeinsam mit der Gesellschaft für artgemäße Nutztierhaltung laufend weiterentwickelt.  

Beispiel Milchkühe: 180 Tage Auslauf im Freien und davon mindestens 120 Tage Weidehaltung sind das Mindestmaß, das alle Bauern für den Prüf Nach!-Standard erfüllen. Meist sind es sogar bedeutend mehr Tage, an welchen die Tiere im eigenen Rhythmus auf den Bergwiesen grasen. Wie alle Ursprungs-Tiere bekommen auch die Milchkühe ausschließlich Bio-Futter aus Österreich, mindestens 75 % vom eigenen Betrieb des jeweiligen Bauern. Auf Soja wird komplett verzichtet.

Beim jüngsten Leuchtturmprojekt von Zurück zum Ursprung dreht sich alles um die Hühner, genauer gesagt um die Legehennen und ihre „Brüder“, die Hähne. In der heutigen Landwirtschaft werden spezielle Rassen gezüchtet, damit Hennen besonders viele Eier legen. Für die Hähne solcher Rassen gibt es jedoch keine Verwendung und sie müssen nach der Geburt ihr Leben lassen. Dieses Schicksal ereilt in Österreich laut Statistik Austria jährlich rund 8,6 Millionen Junghähne.

„Diese Praxis ist nicht akzeptabel. Deshalb haben wir uns für unser Projekt ,Hahn im Glück‘ auf die Suche nach Hennen und Hähnen ,wie früher‘ gemacht“, erklärt Werner Lampert. Statt hochgezüchteter Rassen kommen bei den am Projekt teilnehmenden Bauern im Burgenland und in der Steiermark sogenannte Dualhühner zum Einsatz, die sowohl für die Eierproduktion wie auch für die Mast geeignet sind. Sie wachsen etwas langsamer, legen etwas weniger Eier, dafür führen Hahn und Henne ein artgerechtes und ausgeglichenes Tierleben, was im Geschmack auch deutlich spürbar ist.

„Die Hennen legen dann Eier, wenn sie das eben tun wollen, und nicht, wenn wir Menschen es von ihnen fordern“, so Lampert. Darüber hinaus sichert der Prüf Nach!-Standard ausreichend Auslauf für die Hennen. Mindestens 10 m2 Auslauf im Grünen, dazu Bäume als Schattenspender, Staubbäder und erhöhte Sitzgelegenheiten, was die Tiere besonders lieben.

Die Zweinutzungshühner von „Hahn im Glück“ liefern monatlich im Schnitt bereits 250.000 Eier. 200 Hofer-Filialen im Raum Wien, Burgenland und in Teilen der Steiermark und Niederösterreichs werden dauerhaft mit „Hahn im Glück“-Bio-Freilandeiern versorgt. Dieses Projekt für das Wohl der Tiere ist ein weiterer Schritt im Rahmen der Hofer-Nachhaltigkeitsinitiative Projekt 2020 und wird in Zukunft noch weiter ausgebaut. Im Jahr 2015 sollen schon 40.000 Hennen und Hähne im Projekt „Hahn im Glück“ aufgezogen werden.

 

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