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Mit Start-ups zur Serviceoffensive


Kategorie: Handel, Sonstiger Handel, ecommerce
27.11.2018 von Nataša Nikolić

Sportartikelhändler Hervis kooperiert mit dem Startup-Hub weXelerate und startet damit eine weitere Offensive im Service - sowohl für Kunden als auch Partner.

Spar-Vorstand Hans K. Reisch, Gregor Wallner von Jingle, Claudia Witzemann, CEO weXelerate, Maxim Fedyukov von Texel und Hervis-GF Alfred Eichblatt © Hervis
Spar-Vorstand Hans K. Reisch, Gregor Wallner von Jingle, Claudia Witzemann, CEO weXelerate, Maxim Fedyukov von Texel und Hervis-GF Alfred Eichblatt © Hervis

Um schnell Trends und Kundenbedürfnissen im Sportartikelhandel entsprechen zu können, arbeitet Spar-Tochter Hervis bereits auf Hochtouren an neuen Konzepten und Dienstleistungen. Denn schnell auf Trends zu reagieren sei essentiell in dieser Branche, ist Spar-Vorstand Hans K. Reisch überzeugt. Hervis ist daher jüngst eine Kooperation mit dem Startup-Hub weXelerate - dem führenden Multi-Corporate-Accelerator und größten Start-up- und Innovationshub in Zentral- und Osteuropa - eingegangen und investiert kräftig in neue Angebote, Services und Produkte. Gemeinsam mit vier Startups arbeitet der Händler bereits an konkreten Lösungen, die vor allem das Service in den Filialen und im Onlineshop verbesseren sollen. „Die digitale Transformation hat unser Geschäft in den letzten Jahren radikal verändert. Mit dieser Kooperation nehmen wir eine absolute Vorreiterrolle in der Branche ein,“ erklärt Reisch.

Mit Start-ups zu effizienten Lösungen
Das russische Start-up Texel erstellt exklusiv für Hervis eine "Single Sensor Solution“, bei dem ein 3D Body Scanner, ein digitales Modell des Körpers anfertigt, mit dem die genaue Bekleidungsgröße ermittelt wird. Einmal erstellt kann der Kunde den Scan seines Körpers online abrufen und ihn für Bestellungen nutzen und mithilfe eines Avatars, Kleidung ausprobieren und gleich in der richtigen Größe bestellen. Damit könnte sich Hervis eine Menge an Rücksendekosten ersparen. Derzeit werde nämlich rund ein Drittel der Bestellungen retourniert, wie Hervis-Geschäftsführer Alfred Eichblatt verriet. 

Das Wiener Start-up Jingle integriert mit einem Chatbot einen „intelligenten Shoppingassistenten“ in den Hervis-Onlineshop. Mit ihm können Kunden nicht nur chatten, sondern auch Dialoge führen. Im Lauf des Jahres 2019 unterstützen sowohl der Body Scan als auch der Chatbot Hervis-Kunden bei ihrem Einkauf.

Eine weiteres Start-up, das Hervis derzeit unterstützt ist Text United. Sie arbeiten derzeit an einer Lösung, welche das Übersetzen von Websites mithilfe künstlicher Intelligenz unterstützt und teilweise sogar automatisiert. Für Hervis ist es als Betreiber von 210 Märkte in sieben Ländern und damit sechs Sprachen - ein wesentlicher Faktor. Mit OrderLion arbeitet der Sportartikelhändler darüber hinaus an einer Optimierung des Bestellprozesses, die vor allem für Lieferanten und den Einkauf Vorteile bieten soll. Mit dieser Lösung werden alle Bestellungen direkt mit der Warenwirtschaft vernetzt und abgewickelt. Auch die Möglichkeit von Bestellvorhersagen sollen evaluiert werden: der Warenbedarf könnte somit zukünftig vollautomatisch erfasst werden.

Reisch und Eichblatt freuen sich über die neuen Zusammenarbeiten. Eichblatt betont einmal mehr: "Digitale Entwicklungen sind für uns keine Bedrohung, sondern eine Chance."

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