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Agrarmarkt Austria

Neue Richtlinie für Eiprodukte


Kategorie: Handel, Industrie
10.04.2019 von Willy Zwerger

Während für Frischeier klar auf dem Ei selbst ersichtlich sein muss, woher und aus welcher Haltungsform sie stammen, sind verarbeitete Eier meist nur anonyme Zutaten. Die AMA möchte das mit einer neuen Richtlinie ändern.

Franz Kirchweger (Obmann der Erzeugergemeinschaft Frischei), LK-Präsident Josef Moosbrugger und AMA-Qualitätsmanager Martin Greßl plädieren für Transparenz bei Eiprodukten. (Foto: AMA/APA/Juhasz)
Franz Kirchweger (Obmann der Erzeugergemeinschaft Frischei), LK-Präsident Josef Moosbrugger und AMA-Qualitätsmanager Martin Greßl plädieren für Transparenz bei Eiprodukten. (Foto: AMA/APA/Juhasz)

So wird es in Kürze eine neue Richtlinie für die durchgängige Absicherung von Qualität und Herkunft von Eiprodukten geben, denn ein gutes Drittel der in Österreich verzehrten Eier verschwinden als anonyme Zutat entweder in der Gastronomie oder in der lebensmittelverarbeitenden Industrie.

Martin Greßl, Leiter des Qualitätsmanagements der AMA, sieht die Richtlinie als Angebot für mehr TRansparenz für das Ei in der Verarbeitung: "Jedes Ei, das einen AMA-Gütesiegel-Legehennenbetrieb verlässt, ist gestempelt und gibt den Konsumenten beim Einkauf von frischen Eiern Information über Herkunft und Haltungsform. Bei verarbeiteten Lebensmitteln wie Nudeln oder Kuchen ist die Herkunft des Rohstoffes Ei kaum nachvollziehbar. Mit unserer neuen Richtlinie sichern wir nun Flüssigei und Eipulver durchgängig ab, damit die Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Verarbeiter die Haltungsform und Herkunft der Eier klar angehen können."

Die wichtigsten Punkte der Richtlinie im Überblick:

Folgende Eiprodukte können abgesichert werden:
- pasteurisiertes Eigelb
- pasteurisiertes Eiweiß
- pasteurisiertes Vollei
- konzentriertes, pasteurisiertes Vollei mit Zutaten
- sonstige erhitzte Eierzeugnisse (z.B. Halbfertigprodukte wie Eierspeis oder Rührei)
- Eigelbpulver
- Eiweißpulver
- Volleipulver
- Eipulvermischungen

Greßl mit zusätzlichen Details: "Zur Herstellung von AMA-Gütesiegel-Eiprodukten dürfen nur Hühnereier aus Boden-, Freiland- oder biologischer Haltung eingesetzt werden. Diese müssen von AMA-Legehennenbetrieben stam-men. Bei den Qualitätsparametern sind die AMA-Kriterien strenger als die gesetzlichen Vorgaben."

So sind Farbstoffe verboten und es gibt Richtlinien für mikrobiologische, chemisch/physikalische und sensorische Qualitätsparameter, die eingehalten werden müssen. Dies wird in Labors regelmäßig kontrolliert. "Hersteller von Eiprodukten müssen alle Zugänge der eingekauften Eier und alle Abgänge von zertifizierten Eiprodukten in die österreichische Eierdatenbank melden", betont Greßl, "nur so ist der korrekte Warenfluss nachvollziehbar."

 

 

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