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Onlinehandel: Can't stop me now!


Kategorie: Handel, ecommerce
07.06.2018 von Nataša Nikolić

WKÖ und KMU Forschung stellten die jüngste Studie zum Onlinehandel in Österreich vor. Fazit: eCommerce wächst rasant und die Händler sind gut beraten, sich nicht davor zu verschließen. Stichwort: Multi-Channel.

Projektleiter Dr. Ernst Gittenberger von KMU Forschung Austria, Bundesspartenobmann KommR Peter Buchmüller und Bundesspartengeschäftsführerin Mag. Iris Thalbauer stellten die vierte Onlinehandelsstudie vor. © Nikolic
Projektleiter Dr. Ernst Gittenberger von KMU Forschung Austria, Bundesspartenobmann KommR Peter Buchmüller und Bundesspartengeschäftsführerin Mag. Iris Thalbauer stellten die vierte Onlinehandelsstudie vor. © Nikolic

Die WKÖ nahm auch heuer den österreichischen Onlinehandel in einer neuen Studie unter die Lupe, und fragte das derzeit herrschende Klima ab. Die Studie bestätigt einmal mehr, dass der Onlinehandel weiterhin wächst und sich die Zahl der Shopper in der letzten Dekade hierzulande verdoppelt hat. Immer mehr Konsumenten kaufen online ein, immer mehr Handelsunternehmen verkaufen via Internet. Und: Je höher das Haushaltseinkommen, desto mehr wird online gekauft.

„Auf der Angebotsseite hat sich die Zahl der Onlineshops im heimischen Internet-Einzelhandel in den vergangenen zehn Jahren auf 9.000 nahezu verdreifacht. 22 Prozent der Einzelhandelsunternehmen mit Sitz in Österreich verkaufen via Internet, wobei der Anteil bei Großunternehmen ab 250 Beschäftigte mit 90 Prozent deutlich höher ausfällt“, weiß Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Buchmüller glaubt, dass auf den Onlinehandel mit Lebensmitteln Wachstumsraten warten, allerdings bedarf es hier noch einiger Optimierungen. Neben den Lieferzeiten, die verkürzt werden müssen, müsse der Konsument bereit sein, für den Dienst auch zu bezahlen - denn kostenlose Lieferungen rentieren sich nicht für die Händler. 

Österreichische Verbraucher gaben im letzten Jahr rund 7 Milliarden Euro beim Onlineshoppen aus. Österreichs Handel berichtet allerdings von Umsätzen von 3,2 Milliarden Euro. Die Differenz floss ins Ausland. Wie die Gegenüberstellung von Ausgaben beim Einkauf und Umsätzen beim Verkauf übers Internet zeigt, gingen 55 Prozent der Ausgaben der Österreicher auf die Konten der internationalen Player. Mit Ausnahme von Luxemburg und Malta kaufen in keinem anderen EU-Land mehr Konsumenten bei ausländischen Internet-Anbietern ein als in Österreich. Das liegt selbstredend daran, dass die meisten großen Anbieter im ihren Sitz im Ausland haben.

Nichtsdestotrotz fordert Bundessparten-GF Iris Thalbauer die Händler auf, sich vor dem Internethandel nicht zu verschließen - schließlich ist der Einzelhandel der von der Digitalisierung am drittstärksten betroffene Wirtschaftssektor. "81 % der befragten Einzelhändler stellen eine starke Bedrohung durch die aktuellen Entwicklungen im Onlinehandel für den stationären Einzelhandel fest", so Thalbauer.

 

Konsumenten:
88 % nutzen das Internet
75 % suchen Infos zu Einzelhandelswaren im Internet
62 % kaufen im Internet Einzelhandelswaren ein
4,1 Mio. Online-Shopper
7 Mrd. € Jahresausgaben beim Einkauf im in- und ausländischen Onlineshops

Einzelhandelsunternehmen:
95 % verfügen über einen Internet-Zugang
75 % betreiben eine Website
22 % betreiben einen Online-Shop
9.000 Online-Shops
3,2 Mrd. € Jahresumsätze im Internet-Einzelhandel (brutto, inkl. Ust.)

 

Details zur Studie
Auftraggeber: WKÖ - Sparte Handel
Unterstützer: Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort

Befragung: Konsumenten und Einzelhandelsunternehmen aus Österreich
Konsumenten: 2.000 Personen im Alter zwischen 16 und 74, telefonische Befragung; Sonderauswertungen von Statistik Austria und Eurostat
Einzelhandelsunternehmen: Online-Befragung von 1.171 Händlern, Sonderauswertungen von KMU Forschung Austria von 805 EH-Unternehmen

Evelyne Leveke, 08.06.2018, um 09:56 Uhr

Sehr gute Nachrichten! Interessant wäre noch zu wissen, wie viel von den 3,2 Milliarden Umsatz aus dem Ausland gewonnen worden sind bzw. als cross-border Verkauf zu Stande gekommen sind. Sind diese Zahlen auch bekannt?

Nataša Nikolić, 08.06.2018, um 11:44 Uhr

Liebe Frau Leveke,

mir ist nicht bekannt, ob gesondert ausgewiesen wurde, wie viel vom Gesamtumsatz der Händler durch ausländische Käufer zustande kam. Die gesamte Studie finden Sie aber unter folgendem Link: https://www.wko.at/branchen/handel/internet-einzelhandel-2018.pdf Eventuell finden Sie da die Antwort. Liebe Grüße,
Natasa Nikolic
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