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Promotion am PoS - Wunsch und Wirklichkeit


Kategorie: Studien
16.06.2010 von Christian Pleschberger

Promotion-Maßnahmen am PoS sind für Handel und Konsumgüterindustrie von großer Bedeutung. Aber zu Art und Durchführung haben Händler und Hersteller sehr unterschiedliche Auffassungen, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Bei der inhaltlichen und gestalterischen Konzeption von Promotion-Maßnahmen sowie der Handhabbarkeit der Displays gehen die Meinungen von Handel und Herstellern auseinander.<br>© Foto: utalkmarketing.com
Bei der inhaltlichen und gestalterischen Konzeption von Promotion-Maßnahmen sowie der Handhabbarkeit der Displays gehen die Meinungen von Handel und Herstellern auseinander.
© Foto: utalkmarketing.com

Grundsätzlich sind sowohl Handel als auch Industrie von der positiven Bedeutung von Promotion-Aktionen überzeugt. Bei der inhaltlichen und gestalterischen Konzeption sowie der Handhabbarkeit der Displays gehen die Meinungen allerdings auseinander. „Ein besserer Informationsaustausch zwischen Industrie und Handel ist daher sehr zu empfehlen“, resümiert Hilka Bergmann, Autorin einer EHI-Studie über Promotion-Strategien am Point of Sale, deren erste Ergebnisse auf dem 3. Packaging-Jahreskongress des EHI und der GS1 Germany vor über 120 Verpackungsexperten präsentiert wurde.

Was Händler wollen ...

Die Konsumgüterindustrie steht mit über 56 Prozent Promotion-Displays generell sehr positiv gegenüber. Auch der Handel ist von der positiven Bedeutung überzeugt, für  72 Prozent von ihnen ist der Einsatz aber sehr stark von den jeweiligen Rahmenbedingungen abhängig. Die Vorstellungen von Handel und Konsumgüterindustrie über die ideale Promotion sind jedoch sehr unterschiedlich. Um überhaupt eine Promotion durchzuführen, ist für die Händler entscheidend, dass Artikel, Anlass und Konzept stimmig sind. Passend sind zum Beispiel saisonale oder thematische Anlässe wie Ostern, Weihnachten, das Thema „Grillen“ oder die Weltmeisterschaft. Konstruktion, Gestaltung und Material sollten ansprechend sein und sich gut in das gesamte Store-Konzept integrieren lassen. Vor allem ist den Händlern wichtig, dass das Produkt für den Kunden tatsächlich zu sehen ist und nicht von den Materialien des Displays verdeckt wird. Weiterer Knackpunkt ist die abverkaufsgerechte Bestückung des Displays. Zusammensetzung und Anzahl der Artikel müssen auf Umsatzstärke und Promotion-Dauer abgestimmt sein. Weiter erwarten die Händler, dass Displays stabil gebaut sind und sich einfach und unkompliziert platzieren lassen, damit sie am Point of Sale unkompliziert aufgebaut werden können. In Bezug auf die Platzierung halten über 77 Prozent der Befragten insbesondere Promotion-Maßnahmen am Gondelkopf (Regalstirnseite, Anm.) oder Sonderplatzierungen im Promotion-Display für ein wichtiges Instrument der Verkaufsförderung.

... und Hersteller liefern

Nach Erfahrung der Händler werden diese Anforderungen allerdings häufig nur unzureichend erfüllt. Die befragten Händler sind sich zu 100 Prozent einig, dass es bei den logistischen Anforderungen, die sich auf eine stabile Konstruktion und die einfache Handhabung bei der Platzierung beziehen, Verbesserungspotenzial gibt. Auch bei den gestalterischen und konzeptionellen Anforderungen wünschen sich die Händler eindeutig Anpassungen. Die Händler sollten konkretere Anforderungen und Spezifikationen an die Industrie richten. Die Industrie sollte die Anforderungen des jeweiligen Händlers stärker in die Promotion-Planung mit einbeziehen. Denn wenn Konstruktion, Gestaltung und Gesamtkonzept den Anforderungen des Händlers entsprechen, sind die meisten Händler sehr gerne bereit, ein thematisch interessantes, verkaufsförderndes Display aufzustellen.

Für die Studie wurden insgesamt 60 Promotion- und Displayexperten befragt, 28 aus dem Handel und 32 aus der Konsumgüterindustrie. Die komplette Studie wird im August verfügbar sein.

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