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CASH ECOMMERCE CONFERENCE

Q&A mit Evelyne Leveke von DHL Express (Austria)


Kategorie: ecommerce
12.09.2018 von Manuel Stenger

Leveke spricht mit CASH über die Schnelllebigkeit im E-Commerce, das Geschäft am heimischen Markt und ihren kommenden Vortrag bei der CASH ECOMMERCE CONFERENCE.

Evelyne Leveke, E-Commerce Development Manager bei DHL Express (Austria) © DHL Express (Austria)
Evelyne Leveke, E-Commerce Development Manager bei DHL Express (Austria) © DHL Express (Austria)

CASH: Sie werden am Conference Day einen Vortrag zum Thema „Cross-Border E-Commerce“ halten. Auf welche Inhalte werden Sie in Ihrem Panel besonders eingehen?

Evelyne Leveke: Die Welt wird nicht nur immer digitaler, sondern auch globaler. Dazu kommt, dass Kunden sich das Einkaufen immer bequemer, einfacher und flexibler vorstellen. Und ja… auch die bestellte Ware soll immer schneller geliefert werden! Letztendlich geht es im Panel darum, am Puls der Zeit zu sein. Kundenbedürfnisse zu beantworten und damit erfolgreicher im Geschäft zu sein. Konkret heißt das, internationales Wachstum für den Webshop und inwiefern Versandoptionen einen Beitrag zu einer besseren Konversionsrate leisten, als auch erhöhte Warenkorbwerte und vermehrte Wiederholungskäufe ermöglichen.

Die DHL Express (Austria) GmbH ist schon seit mehreren Jahren in Österreich aktiv. Welche Charakteristika weist der heimische Markt auf? Gibt es spezielle Anforderungen – im Vergleich zu anderen Ländern – die der österreichische Markt mit sich bringt?

E-Commerce an sich ist in Österreich in einer ganz anderen Wachstumsphase als zum Beispiel in UK oder in China. In UK finden 50 Prozent der Online-Einkäufe über das Handy statt. In Österreich sind es nur 24 Prozent. In China werden ca. zehn Prozent vom Einkommen für Online Shopping ausgegeben, in Österreich sind es noch keine fünf Prozent. In Österreich nehmen aber immer noch einige Onlinehändler zu oft die eigene Anwendungserfahrung als Grundlage für die strategische Ausrichtung. Wenn man jedoch international erfolgreich sein will, muss man verstehen, dass manche Märkte (und somit auch die Kundenansprüche) etwas anders sind als wir das in Österreich gewöhnt sind. Diesen Kundenansprüchen sollte man gerecht werden.

Das E-Commerce-Geschäft ist schnelllebig: Welche Trends sehen Sie am österreichischen Markt für 2019?

Da haben Sie Recht! Das ist auch das interessante an E-Commerce. Es ist immer in Entwicklung. Das Spannende ist außerdem, dass man vieles messen kann und immer wieder Schrauben findet, an denen man drehen kann, um zu einer besseren Performance zu kommen. Nichtsdestotrotz ist E-Commerce auch Emotion. Es geht am Ende des Tages noch immer um das Kundenerlebnis. Obwohl Kennzahlen wie Konversionsrate und Warenkorbwert vieles über die Performance der Webseite sagen, sagen sie eher wenig über die Kundenzufriedenheit, die Wiederholungskaufbereitschaft und den Weiterempfehlungswert aus. Für 2019 sehe ich einen verstärkten Fokus auf Kundenbindung und damit zusammenhängend auch eine Vereinfachung im Bestellprozess. Amazon gibt mit dem 1-Click Button die Benchmark vor und Online Händler werden vermehrt Bequemlichkeit im Bestellprozess in den Vordergrund stellen.

Und welche internationalen Entwicklungen zeichnen sich im E-Commerce für das nächste Jahr ab?

Internationaler E-Commerce wird sehr stark wachsen. Das belegen mehrere Studien und in der Praxis sehen wir das bei unseren Kunden. Man muss sich vorstellen, dass das internationale E-Commerce Geschäft bis zu zwei Mal schneller wächst als das nationale Geschäft. Dazu kommt, dass viele Endkunden oft nicht mal wissen, wo sie genau einkaufen. So hat jeder Zweite schon einmal unbewusst im Ausland bestellt. Es gilt: für internationale Kunden wird es immer weniger wichtig, woher die Ware kommt. Wichtiger ist die Qualität, der Preis, die Marke und vor allem aber auch die Verfügbarkeit – und damit verbunden eine verlässliche und schnelle Lieferung. Eine kurze Lieferzeit für internationalen Versand mit zuverlässiger Sendungsverfolgung ist ein „must have“ für jeden Webshop. So sind wir auch wieder bei der erste Frage. Die Welt wird stets globaler. Und ich sage immer: es heißt nicht umsonst World Wide Web!

 

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