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CASH ECOMMERCE CONFERENCE

Q&A mit Karim-Patrick Bannour von MarktPlatz1


Kategorie: ecommerce
13.09.2018 von Manuel Stenger

Bannour hält am Seminartag einen Workshop, in dem er erklärt, wie man mit dem perfekten Amazon-Produktlisting mehr Conversions und höhere Umsätze erzeugt. Und er erzählt, warum er auf seinen ersten MarktPlatz1-Kunden claro ganz besonders stolz ist.

Karim-Patrick Bannour, Country Manager Österreich bei MarktPlatz1 © MarktPlatz1
Karim-Patrick Bannour, Country Manager Österreich bei MarktPlatz1 © MarktPlatz1

CASH: Sie werden am Seminartag einen Workshop zum Thema „Das perfekte Amazon-Produktlisting für höhere Sichtbarkeit, mehr Conversions und somit steigende Umsätze.“ halten. Auf welche Inhalte werden Sie in Ihrem Panel besonders eingehen?

Karim-Patrick Bannour: Eine Vielzahl jener Produkte die es am Markt gibt, ist auch auf Amazon verfügbar. Selbst Marken und Hersteller, die keine direkte Geschäftsbeziehung mit Amazon haben, müssen sich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass ihre Produkte auf Amazon gelistet sind und gekauft sowie bewertet werden. Denn Amazon ist die weltweit beliebteste Produktsuchmaschine, deshalb ist mindestens im Sinne der Brand Reputation wichtig, auf die Qualität der Produktpräsentation, der Bewertungen und des Kundenmanagements Einfluss nehmen zu können, damit das Produktlisting auf und außerhalb von Amazon keine negativen Effekte auf den Informations- und Kaufprozess der Kunden hat. Hersteller und Händler, die bereits aktiv auf oder über Amazon verkaufen, sollten erst recht alle Faktoren und Möglichkeiten der positiven Beeinflussung der Produktpräsentation kennen: Von optimierten Fotos und Videos, über keyword- und sprachassistenzoptimierte Titel und Texte inklusive A+ oder EBC Content, bis zu conversionoptimierenden Faktoren wie Bewertungsanzahl, -schnitt und -aktualität, Prime-Versand, Markenshop oder die Teilnahme an entsprechenden Programmen wie Amazon Business, Prime Now oder Fresh - es gibt viele Möglichkeiten, das Ökosystem Amazon im Sinne der Marke und Produkte optimal und erfolgreich zu nutzen, auch um für die Zukunft gerüstet zu sein, denn Amazon ist gekommen um zu bleiben.

Sie sind mit Ihrem Unternehmen ein fester Bestandteil der österreichischen E-Commerce-Szene. Auf welche Projekte, die Sie bzw. Ihr Unternehmen in den vergangenen Jahren umgesetzt haben, sind Sie besonders stolz?

Da gäbe es viele - mittlerweile dürfen wir mit MarktPlatz1 sehr viele österreichische und deutsche Marken und Hersteller zu unseren Kunden zählen. Besonders stolz sind wir aber nach wie vor auf einen unserer ersten Kunden, den österreichischen Reinigungsmittelhersteller claro, der bereits im gesamten EU-Raum auf Amazon eine extrem gute Performance hinlegt: Über Amazon kann claro Kunden erreichen, die über stationäre Wege oder den eigenen Onlineshop nicht oder nur schwer und nur mit extrem viel Aufwand erreichbar wären. Das zeigt sich auch in den Umsätzen außerhalb des Kernmarktes Österreich - wo ohne erwähnenswerte Werbekampagnen und ohne große Markenbekanntheit immer mehr Kunden immer öfter auf claro-Produkte aufmerksam werden, sie kaufen und weiterempfehlen. Dafür ist Amazon das perfekte Vehikel.

Besonders stolz sind wir aber auch darauf, dass mittlerweile auch Amazon selbst auf unser Know-how zurückgreift - meine Kollegen Klaus Forsthofer und Peter Höschl sind bereits zum zweiten Mal im Amazon-Förderprogramm „UnternehmerInnen der Zukunft“ als Coaches aktiv und schulen Amazon-Händler und jene, die es noch werden wollen, im erfolgreichen Aufbau des Online-Business. Dieses Jahr durften wir gleich drei von vier Preisen in diesem Amazon-Wettbewerb entgegennehmen, das macht natürlich schon sehr viel Freude und bestätigt uns auch in unserem Weg.

Das E-Commerce-Geschäft ist schnelllebig: Welche Trends sehen Sie am heimischen Markt für 2019? Und welche internationalen Entwicklungen zeichnen sich in diesem Bereich für das nächste Jahr ab?

Da gäbe es auch jede Menge Themen und Trends, die ich nicht unbedingt zwischen national und international getrennt sehen möchte, denn nationale Grenzen spielen im globalisierten Handel eine untergeordnete Rolle, wie wir wissen.

Ganz besonders spannend finde ich persönlich die Entwicklung hin zu einer stärkeren Verschränkung und Verknüpfung von Social Media und E-Commerce, z. B. auf Instagram und Snapchat. Produkte werden dort immer einfacher verlinkbar und kaufbar sein, bis hin zur 1-Click-Lösung auf diesen Plattformen in der Zukunft. Weiters werden wir auch im E-Commerce eine immer stärkere Durchdringung der Sprachassistenz erleben, da gibt es aktuell ja noch sehr sehr viel Optimierungsbedarf, wenn man nicht nur Informationen über Alexa, Siri und Co. finden, sondern auch Produkte kaufen möchte. In jedem Fall werden die großen Plattformen ihre Ökosysteme weiter ausbauen und den Kunden noch tiefer in diese Systeme integrieren, und von den Daten profitieren, die der Kunde dort hinterlässt.

Mit Prime Now in Wien werden wir in Österreich erstmals erleben, dass Amazon auch hier immer mehr logistische Arbeit selbst übernimmt und die Schnelligkeit und Nähe zum Kunden sucht. Außerdem werden wir nächstes Jahr EU-weit hoffentlich praktikable Lösungen auf die Herausforderungen sehen, endlich Transparenz und Chancengleichheit zwischen europäischen und vor allem asiatischen Händlern bezüglich Steuern und deren Abfuhr herzustellen. Und schlussendlich würde ich mir wünschen, dass wir 2019 keine Diskussion mehr führen, ob Amazon gut oder böse ist, sondern das Thema mit sachlicher und strategischer Perspektive analysiert und behandelt wird - Chancen und Risiken abzuwägen und entsprechend mit einer langfristigen Strategie darauf reagieren.

Ob schon 2019 oder später: Amazon wird mit Alibaba möglicherweise einen ernsthaften Konkurrenten in Europa bekommen, einer der wenigen, der Amazon wirklich herausfordern kann und in China in vielerlei Hinsicht weiter entwickelt ist als Amazon hierzulande. Aber was und wie genau, werden wir erst sehen.

 

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