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Schallmauer durchbrochen


Kategorie: Industrie, Handel
06.02.2019 von Max Pohl

Österreichs Exportwirtschaft ist auf Rekordkurs, 2018 konnte ein Plus von 5,9 Prozent auf 150,3 Milliarden Euro erzielt werden.

WKO-Präsident Harald Mahrer und Michael Otter, Leiter der Außenwirtschaft Austria. © Shanay A. Hubmann/Außenwirtschaft Austria
WKO-Präsident Harald Mahrer und Michael Otter, Leiter der Außenwirtschaft Austria. © Shanay A. Hubmann/Außenwirtschaft Austria

Mit 38,138 Mrd. Euro ist Deutschland nach wie vor und mit großem Abstand der größte Abnehmer österreichischer Erzeugnisse. Die USA mit 8,783 Mrd. Euro und Italien mit 8,230 Mrd. Euro folgen auf den Plätzen zwei und drei. Dahinter rangieren die Schweiz (5,844 Mrd. €), Frankreich (5,274 Mrd. €), Tschechien (4,663 Mrd. €), Ungarn (4,260 Mrd. €), Polen (4,064 Mrd. €), Großbritannien (3,551 Mrd. €) und China (3,375 Mrd. €).

Was die Exportsteigerungen betrifft, sieht das Bild ganz anders aus: sieben der Top-10-Länder sind nichteuropäische Länder. Mit einem Plus von 24% konnte zwar in Belgien aufgrund mehrerer Großaufträge der größte Zuwachs verbucht werden, dahinter rangieren aber schon Indien (+20,1%) und Brasilien (+17,7%). Auf den weiteren Plätzen folgen Polen (+15%), Japan (+14,9%), Mexiko (+14%), Rumänien (+14%), China (+11,9%), Kanada (+10,9%) und die USA (+10,4%).

Was die exportierenden Branchen betrifft, liegen Maschinenbauerzeugnisse und Fahrzeuge mit einem Anteil von 40% deutlich an der Spitze, gefolgt von bearbeiteten Waren wie z.B. Metalle (22,3%) und chemischen Erzeugnissen (13,3%). Nahrungsmittel und lebende Tiere haben immerhin einen Anteil von 5,4%, auf Getränke entfallen 1,7%.

WKO-Präsident Dr. Harald Mahrer und Michael Otter, Leiter der Außenwirtschaft Austria, präsentierten die Daten und verwiesen auf künftige Schwerpunktaktivitäten in Asien und Afrika. Viele Länder dieser Kontinente würden ein enormes Potenzial für die heimische Exportwirtschaft darstellen. Noch heuer werde ein Außenwirtschafts-Center in Ho-Chi-Minh-City/Vietnam eröffnet, in der Pipeline sei der Aufbau von Kooperationen mit chinesischen, japanischen und koreanischen Generalunternehmen. Zudem werde die Präsenz der WKO in Dakar/Senegal, Accra/Ghana und Abidjan/Elfenbeinküste ausgebaut.

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