CASH - Home

Wiener Tafel

Seit 20 Jahren tafeln in Wien


Kategorie: Handel
10.09.2019 von Martin Ross

Am 9. 9. 1999 wurde die Wiener Tafel gegründet. Gestern feierte man das 20-jährige Bestehen der NGO.

Die freiwilligen Helfer der Wiener Tafel an der Arbeit © Wiener Tafel
Die freiwilligen Helfer der Wiener Tafel an der Arbeit © Wiener Tafel

Die Wiener Tafel hat am Montag ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. Der Verein, der sich als NGO versteht, sammelt nicht zum Verkauf geeignete Lebensmittel und verteilt sie unter Bedürftigen. Von der Politik forderte die NGO gestern bei der Geburtstags-Pressekonferenz die rechtliche Erleichterung ihrer Tätigkeit. Konkret wünscht man sich eine Änderung der Bestimmungen für Lebensmittelspenden. „Jedes dritte Lebensmittel weltweit wird für den Müll produziert“, sagt Alexandra Gruber, Geschäftsführerin der Wiener Tafel und Obfrau des Verbandes der österreichischen Tafeln. Diesen „sinnlosen Kreislauf der Verschwendung“ gelte es zu unterbrechen, so Gruber weiter. Neben dem sozialen Effekt würde das auch der Reduktion von Treibhausgasemissionen dienen.

Der Ernährungswissenschaftler Andreas Schmölzer, der ebenfalls anwesend war, hat im Auftrag der Wiener Tafel ein Gutachten verfasst, in dem er feststellt, dass die Arbeit der Tafelorganisationen durch eine rechtliche Neuauslegung massiv vereinfacht werden könnte. Derzeit würden potenzielle Spender von Verwaltungsvorschriften abgeschreckt: „Es ist für Unternehmer einfacher und günstiger, Lebensmittel zu entsorgen als zu spenden“, schilderte Schmölzer. Deswegen sei es angebracht, derartige Spenden nicht als eine Art „Lebensmittelunternehmertum“, sondern als Privatangelegenheit zu betrachten. Handle es sich formell um einen Akt der Hilfeleistung, würde statt dem Lebensmittelrecht nur noch die übliche Sorgfaltspflicht gelten.

Kommentar hinzufügen
Felder, die mit einem Stern (*) markiert sind, müssen ausgefüllt werden!

 

Weitere Artikel