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Stellungnahme zu Mercosur


Kategorie: Handel, LH
08.07.2019 von Martin Ross

Auch die Spar steht dem Handelsabkommen zwischen der EU-Kommission und den südamerikanischen Staaten kritisch gegenüber und fordert: Mercosur muss verhindert werden.

Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender von Spar Österreich, will, dass das Mercosur-Abkommen vom österreichischen Parlament nicht ratifiziert wird © Spar/Helge Kirchberger
Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender von Spar Österreich, will, dass das Mercosur-Abkommen vom österreichischen Parlament nicht ratifiziert wird © Spar/Helge Kirchberger

Das zwischen der EU-Kommission und den südamerikanischen Staaten ausverhandelte Handelsabkommen Mercosur bedroht aus Sicht von Spar die hohe heimische Lebensmittelqualität. Weiters befürchtet man, dass die österreichische Landwirtschaft mit Pestiziden, die in der EU nicht zugelassen sind, konfrontiert sein wird, mit Gentechnik und mit Billig-Rindfleisch. Mercosur heize auch das Weltklima durch die massive Regenwald-Abholzung in der Amazonas-Region weiter an, vor allem dieses Thema ging in den vergangenen Wochen durch die Medien; noch vor der Einigung in Sachen Mercosur. Um diese Bedrohungen zu verhindern, fordert die Spar, dass das österreichische Parlament das Abkommen in dieser Form keinesfalls ratifizieren dürfe. Man befindet sich mit dieser Forderung nicht allein auf weiter Flur, cash.at berichtete (siehe die Links unten).

Dr. Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender von Spar Österreich, begründet die mit der Kritik verbundene Forderung: „Gerade dann, wenn mit Staaten wie zum Beispiel Brasilien Handelsabkommen vereinbart werden, muss sichergestellt werden, dass der Erhalt der hohen europäischen Standards gewährleistet ist, besonders bei der Gentechnikfreiheit und beim Einsatz von Pestiziden. Ansonsten laufen wir Gefahr, mit billigst produzierten Lebensmitteln besorgniserregender Qualität überschwemmt zu werden, was zum Schaden der Konsumenten und der Landwirtschaft wäre. Zusätzlich ist die massiv voranschreitende Rodung des Amazonas-Regenwalds, der als grüne Lunge der Erde gilt, für Tier-, Natur- und Klimaschutz eine Katastrophe. Mit dem Mercosur-Abkommen fördern wir genau jene Entwicklung, nämlich die der Erderwärmung, der wir eigentlich mit aller Kraft entgegenwirken sollten. Jede Partei, die sich Klimaschutz auf die Fahnen heftet, muss daher eindeutig gegen Mercosur auftreten und das Parlament darf das Abkommen in dieser Form nicht ratifizieren!“

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