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Studie: 6 Prozent der Österreicher nutzen bereits Bitcoin & Co.


Kategorie: ecommerce, Handel, Studien
16.08.2017 von Manuel Stenger

Neue Zahlen zur Nutzung von digitalen Kryptowährungen in Österreich zeigt eine Untersuchung, die im Auftrag des Handelsverbandes durchgeführt wurde.


Erst vor wenigen Tagen hat Bitcoin erstmals die 4.000-US-Dollar-Marke überschritten und ist damit die Kryptowährung mit dem größten Wert. Der Handelsverband Consumer Check, für den Marketagent.com 501 Personen befragt hat, hat die Österreicher zur Nutzung und Bekanntheit von digitalen Kryptowährungen befragt. Das Ergebnis: 5,8 Prozent der Österreicher sagen, dass sie diese bereits einmal genutzt haben. Weitere 12,4 Prozent geben an, dass sie über Kryptowährungen recht gut Bescheid wissen. Die größte Gruppe (55,7 Prozent) gibt an, dass sie bereits von dem neuen digitalen Geld gehört, aber nur am Rande darüber Bescheid weiß. Rund ein Viertel (26,1 Prozent) kann mit dem Begriff Kryptowährung nichts anfangen. Vor allem ist der Anteil an Frauen (40,2 Prozent), die Bitcoin & Co. nicht kennen, im Vergleich zu den Männern (11,7 Prozent) besonders hoch. Auch bei denen, die Kryptowährungen schon einmal benutzt haben, zeigen sich signifikante geschlechterspezifische Unterschiede (Männer: 8,5 Prozent; Frauen: 3,1 Prozent). Das Alter spielt ebenfalls eine Rolle bei der Nutzung: Bei den 14- bis 29-Jährigen (9,1 Prozent) sowie den 30- bis 39-Jährigen (10,0 Prozent) ist der Anteil jener, die Kryptowährungen schon einmal genutzt haben, am höchsten.

Zur Zukunft jener Währungen hat die Studie ebenfalls nachgefragt: Acht Prozent können sich vorstellen, künftig Kryptowährungen zu nutzen, 16,8 Prozent sagen „Nein, auf keinen Fall“. Dazwischen befindet sich eine große Gruppe – 31,9 Prozent sagen „Ja, eher schon“ und 43,3 Prozent sagen „Nein, eher nicht“ – die sich noch unschlüssig sind. In etwa gleich verhalten sich die Zahlen bei der Frage, ob die Studienteilnehmer glauben, dass Kryptowährungen künftig im Einzel- und Onlinehandel an Bedeutung gewinnen werden. „Immerhin 40 Prozent der Österreicher können sich vorstellen, Kryptowährungen künftig zu nutzen und fast die Hälfte ist überzeugt, dass Bitcoin und alternative Digitalwährungen im Handel stark an Bedeutung gewinnen werden. Diese Zahlen belegen, dass sich auch die österreichische Händlerschaft intensiv mit dem Thema beschäftigen muss“, ist sich Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes und Mitinitiator der Blockchain-Initiative Smart Regulation, sicher.

Sicherheitsbedenken der Österreicher hoch
Den Einsatz von Kryptowährungen können sich die meisten Befragten beim Einkauf in größeren Onlineshops (36,1 Prozent) vorstellen, gefolgt von Musik- und Video-Downloads (26,7 Prozent) sowie bei Einkäufen auf Verkaufsplattformen und kostenpflichtigen Apps (jeweils 26,5 Prozent).

Ob Kryptowährungen genutzt werden oder nicht, ist oftmals eine Vertrauensfrage. „Die entscheidenden Faktoren für die anhaltende Skepsis in Teilen der österreichischen Bevölkerung gegenüber digitalen Zahlungsmitteln sind Sicherheitsbedenken (46 Prozent), das Risiko hoher Kursschwankungen (33 Prozent) sowie ein generelles Misstrauen (37,5 Prozent). Wenn es gelingt, diese Problemfelder zu lösen, können Kryptowährungen und andere Blockchain-Anwendungen im Handel richtig durchstarten“, ist Will überzeugt.

Die detaillierten Ergebnisse der Studie finden Sie hier.

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