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Österreichisches Ökologie Institut

Studie zur Abfallvermeidung von österreichischen Lebensmittelproduzenten


Kategorie: Industrie, Studien
25.07.2017 von Claudia Baumann

Das Österreichische Ökologie-Institut führte im Zeitraum von 2016 bis 2017 eine Studie durch. Diese brachte erstmals ans Licht wieviel Abfall in der österreichischen Lebensmittelproduktion vermieden werden kann. Im Fokus standen fertig verpackte Produkte, überlagerte Lebensmittel, kostenlose Retour- und freie Kommissionsware sowie verzehrfähige Rohprodukte.

Die österreichische Backwaren Branche ist der größte Verursacher von vermeidbaren Lebensmittelabfällen in Österreich.© Tim Reckmann / pixelio.de
Die österreichische Backwaren Branche ist der größte Verursacher von vermeidbaren Lebensmittelabfällen in Österreich.© Tim Reckmann / pixelio.de

Zwischen 2016 und 2017 erhob Christian Pladerer vom Österreichischen Ökologie-Institut in einer quantitativen und qualitativen Untersuchung erstmals den genaue Stand von vermeidbaren Lebensmittelabfällen in der österreichischen Produktion. Die Ergebnisse zeigen, dass 121.800 Tonnen Müll pro Jahr in der Lebensmittelproduktion eingespart werden könnten. Größter Abfallverursacher ist die Backwaren-Branche: Hier wurden 51.700 Tonnen entsorgt, von denen 35.600 Tonnen Brot und Gebäck an die Produzenten zurückgesendet wurde.

Hauptursachen für das Entstehen von Abfällen bei Lebensmitteln sind laut der Studie Reste bei Herstellungsprozessen, Retourwaren, Fehl- und Überproduktionen, Qualitätssicherungen wie Rückstellmuster oder Laborproben sowie Transport- und Lagerungsschäden.

Näheres zur Studie:
Die hier genannten Lebensmittelabfälle setzen sich aus fertig verpackten Produkten, überlagerten Lebensmitteln, kostenlosen Retour- und freien Kommissionswaren sowie verzehrfähigen Rohprodukten zusammen.
Als Zielgruppe für die Studie wurden 250 Lebensmittelgroßproduktionen mit mehr als 50 Mitarbeitern und / oder mit über 250 Mio. Euro Umsatz aus den Branchen Backwaren, Bier, Feinkost und Gewürze, Fette und Öle, Fleisch, Gemüse- und Obstveredelung, Getränke, Molkerei, Tiefkühlkost und Süßwaren herangezogen. Die Ergebnisse beruhen sowohl auf einer qualitativen Datenerhebung mittels Online-Fragebögen, sowie auf Expertengesprächen nach Branchen, Betriebsbesichtigungen und Abfallsortieranalysen.

Die ganze Studie zum Thema "Abfallvermeidung in der österreichischen Lebensmittelproduktion" kann in Form einer Broschüre unterhalb heruntergeladen werden.

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