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Global 2000/Südwind

Update: Der Trend zum bio-fairen Osterhasen


Kategorie: Industrie, Handel, LH
09.04.2019 von Martin Ross

Auch dieses Jahr haben Südwind und Global 2000 wieder Schoko-Osterhasen unter die Lupe genommen, und es gibt sechs Sieger. Und es gibt ein Update vom 9. April mit einem Statement des Fachverbandes der Lebensmittelindustrie.

© Südwind
© Südwind

2. April 2019

Der Osterhasen-Check 2019 soll den Konsumenten mit einem Ampelsystem bei der Auswahl helfen, dieses System bezieht sich auf die ökologische und soziale Qualität der Produkte, heuer hat man 29 Schoko-Osterhasen untersucht. Testsieger wurden die Hasen „EZA-Osterhase aus biologischer Milchschokolade“ erhältlich in den Weltläden, „Favorina Bio-Confiserie“-Osterhase“ von Lidl, „Natur aktiv Bio Confiserie“-Osterhase von Hofer, „Natur pur Bio“-Osterhase von Spar, „Natürlich für uns“-Osterhase erhältlich bei MPreis und Unimarkt und der „Schönenberger Vegane Schoko-Osterhase“ erhältlich bei Denn’s.

„Nach unseren Kampagnen und Osterhasen-Checks in den Vorjahren ist das Angebot von sozial und ökologisch zertifizierten Schokolade-Osterhasen stark gewachsen. Zum ersten Mal zählen wir ganze sechs Test-Sieger und knapp zwei Drittel der Osterhasen konnten wir mit grün in zumindest einem Bereich bewerten. Ein Trend in Richtung Nachhaltigkeit ist klar festzustellen“, freut sich Caroline Sommeregger von Südwind über den Erfolg der Initiative. Die Test-Sieger sind sowohl Fairtrade- als auch Bio-zertifiziert.

Bewertungskriterien

Man hat 29 Schokolade-Osterhasen hinsichtlich ihrer sozialen und ökologischen Qualität bewertet, basierend auf den unabhängigen Gütesiegeln Fairtrade, UTZ und dem EU-Bio-Siegel. Unternehmenseigene Nachhaltigkeitsinitiativen der Schokolade-Anbieter wurden in diesem Test nicht berücksichtigt, da sie am Produkt für die Konsumenten nicht nachvollziehbar sind.

 

8. April: Update mit einem Statement des Fachverbandes der Lebensmittelindustrie

In einer Aussendung bestätigt der Fachverband den Trend zu „bio-fair“ bei Schokolade: „Seit vielen Jahren unternehmen die Hersteller von Schokolade und kakaohaltigen Produkten vielfältige Anstrengungen, um die Bedingungen der Kakaoherstellung nachhaltig zu verbessern. In den meisten Fällen handelt es sich um Kooperationen mit nationalen Regierungen in Form von Public-Private-Partnerships oder internationalen Organisationen, die sich für faire Produktionsbedingungen einsetzen. Dabei wurden in den letzten 10 Jahren Beträge in der Größenordnung von über 100 Mio. Dollar (ca. 90 Mio. Euro) investiert“, so schreibt der Fachverband in einer Aussendung.

Allerdings will man auch die Programme „Cocoa Life“ (Mondelez) und „Cocoa Plan“ (Nestlé) erwähnt haben und kritisiert in diesem Zusammenhang die Art, wie die beiden NGOs den Begriff „Gütesiegel“ verwenden. Es handele sich dabei um Zertifizierungen, also Programme von meist privaten Organisationen, deren Einhaltung von unabhängigen Dritten (sogenannten „Zertifizierungsstellen“) überprüft würden. Dabei könne aber keinerlei Aussage über die Qualität der zertifizierten Produkte gemacht werden. Es werde lediglich bestätigt, dass sich die Unternehmen an die vorgegebenen Regeln des Inhabers eines Standards oder „Labels“ gehalten haben. Diese Unterscheidung sei wichtig, wäre aber von den NGOs nicht berücksichtigt worden. Letztlich gehe es darum, „alle Informationen, die für Konsumenten zur Kaufentscheidung wichtig sind“ zu präsentieren, so Mag. Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Lebensmittelindustrie in derselben Aussendung.

Der Osterhasen-Check 2019 zum Download

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