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Von der Ungeduld der Bewerber


Kategorie: Handel, Industrie, Studien
13.04.2018 von Martin Ross

Fachkräfte sind immer weniger bereit, bei der Jobsuche lang auf die Entscheidung des Unternehmens zu warten. Noch vor einem Jahr wurden langwierige Recruiting-Prozesse eher akzeptiert als heute.

Robert Szvetecz, Country Manager bei Robert Half in Wien © Robert Half
Robert Szvetecz, Country Manager bei Robert Half in Wien © Robert Half

Die Im Titel angesprochene – und durchaus verständliche Ungeduld von Stellenbewerbern – spricht aus dem Ergebnis einer Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half, für die 1.102 CFOs in Kontinentaleuropa und UK befragt wurden. Fast zwei Drittel (63 %) der Befragten stellen fest, dass die Geduld der Bewerber abnimmt. „Komplizierte Bewerbungsprozesse und die gestiegenen Ansprüche der Kandidaten führen dazu, dass es länger dauert, bis die Entscheidung für einen Bewerber fällt. Das Risiko dabei: Oft springen die besten Kandidaten bereits zu einem früheren Zeitpunkt ab“, erklärt Robert Szvetecz, Country Manager bei Robert Half in Wien.

Unternehmen sollten ungeduldige Bewerber als Hinweis darauf verstehen, dass ihre Recruiting-Prozesse optimiert werden sollten. Hauptgrund für die sinkende Bereitschaft, länger auf Rückmeldung eines Unternehmens zu warten, ist eine Einstellungsänderung bei den Kandidaten. Das bestätigen fast zwei Drittel der befragten CFOs (62 %), die zustimmen, dass Bewerber ungeduldiger werden. „Immer häufiger erhalten Bewerber ein Gegenangebot ihres bisherigen Arbeitgebers oder haben sowieso die Wahl zwischen mehreren Jobs. Gleichzeitig steigt die Zahl der Bewerbungsrunden und damit die Recruitingdauer“, sagt Szvetecz.

Um zu vermeiden, dass die besten Kandidaten aus Ungeduld abspringen, sollten Personalentscheider ihre Recruiting-Prozesse hinterfragen und Verbesserungen rasch umsetzen. Robert Szvetecz rät Personalverantwortlichen, die Bewerberauswahl, den Einstellungsprozess und die Entscheidung für oder gegen einen Kandidaten anhand folgender Kriterien zu beurteilen: Stellenprofil neu definieren; die Time-to-Hire verkürzen; Bewerbungsprozess vereinfachen; transparent mit den Bewerbern kommunizieren; Interviewprozess schlanker machen.

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