CASH - Home

Walter Lukner/Payback

Walter Lukner im CASH-Interview: Auf die Punkte gebracht


Kategorie: Handel, ecommerce
04.10.2018 von Manuel Stenger

Seit Mai am Markt, verzeichnet das Multipartnerprogramm Payback hierzulande bereits zwei Millionen aktive Nutzer. Was die Vorteile für Händler und Kunden sind, erklärt Walter Lukner, Geschäftsführer von Payback Österreich.

Walter H. Lukner, Geschäftsführer von Payback Österreich © Katharina Schiffl
Walter H. Lukner, Geschäftsführer von Payback Österreich © Katharina Schiffl

CASH: Payback ist weltweit in sechs Ländern aktiv – seit Mai auch in Österreich. Was macht diesen Markt so attraktiv?
Walter Lukner: Der Österreicher besitzt im Durchschnitt fünf Kundenkarten, der Markt ist also sehr Loyalty-affin. Der Eintritt in ein Land ist für uns auch dann interessant, wenn bestehende Partnerunternehmen in diesen Märkten bereits vertreten sind – dies war in Österreich gleich mit mehreren der Fall.

Gibt es schon ein erstes Resümee, das Sie ziehen können?
Die Rechnung ist aufgegangen. Nach einem Monat hatten wir eine Million aktive Payback-Kunden in Österreich, derzeit sind es bereits zwei. In einer ersten Welle sind wird mit mehreren Händlern sowie rund 40 Onlinepartnern gestartet, darunter Austrian Airlines. Im August sind weitere Partner wie BP, Burger King und Nordsee gefolgt. Das Positive ist: Wir sehen bei all unseren Kunden eine wöchentliche Steigerungsrate.

Mal abgesehen von dieser großen Reichweite. Welche Gründe sprechen für Unternehmen noch dafür, Partner von Payback zu werden?
Das Wort Relevanz spielt hier eine große Rolle. Viele Händler haben Schwierigkeiten, eine hohe Frequenz mit ihrer Kundenkarte oder App zu erreichen. Als Teil des Payback-Programms kann der Kunde seine Karte bei mehreren Händlern nutzen. Hier entstehen Synergien, auch für Händler.

Gehen Kunden wirklich lieber zu einem Händler, weil sie dort Punkte bekommen, statt woanders Sonderangebote zu nutzen?
Das ist das Prinzip. Und ich würde dieses Prinzip noch ausweiten, denn: Mit Payback kann man seinen Einkauf bei mehreren Händlern abdecken und seine Punkte über mehrere Kanäle – sei es die Karte, App, stationär oder online – einlösen.

Wie würden Sie dann das Nutzungsverhalten der heimischen Kunden beschreiben?
Was uns gefreut hat, war, dass es gleich von Beginn weg ein hohes Online-Nutzungsverhalten gegeben hat. Die App allein wurde bereits rund 300.000 Mal heruntergeladen. Unsere Onlinepartner werden mehrheitlich aus der App heraus genutzt.

Bei manchen Kunden hat der Umstieg von der Kundenkarte auf Payback negative Reaktionen hervorgerufen. Wie überzeugen Sie diese Konsumenten von Ihrem Produkt?
Jeder Punkt, der gesammelt wird, steht für einen genauen Wert. Diese Punkte können mit Coupons vervielfacht werden. Das macht Payback – zusätzlich zu den vielen Angeboten unterschiedlichster Händler – interessanter und wertvoller als herkömmliche Kundenbindungsprogramme. Wir arbeiten daran, diese Vorteile noch stärker zu kommunizieren.

Das Portfolio von Payback ist breitgefächert. Nach welchem System werden die Partner gewählt?
Ausgewogenheit ist uns wichtig. Langfristig möchten wir für den Kunden alle Möglichkeiten, die sich im Handel ergeben, zumindest durch einen Partner abdecken.

Durch diese vielen Partner haben Sie Millionen von Kundendaten. Wie nutzt Payback diese Daten?
Wir nutzen diese für CRM-Analysen, um die Wahrscheinlichkeiten für Präferenzen und Kaufmöglichkeiten des Kunden auszuloten und diesem bessere, individuellere Angebote zu liefern.

Und wie können Partner diese Daten bestmöglich nutzen?
Über uns bei Payback, dafür sind wir die Experten. Wir sorgen dafür, dass der richtige Kunde das richtige Angebot zur richtigen Zeit und zudem über den richtigen Kanal erhält. Mit den eigenen Payback-Kunden können die Unternehmen natürlich selbst kommunizieren und lernen diese immer besser kennen.

Ihr Portfolio wird laufend erweitert. Können Sie bereits weitere Partner ankündigen?
Langfristig ist ein LEH-Partner das Ziel, als nächstes werden wir in den zwei Bereichen Optiker und Reise neue Partner verkünden.

Gibt es derzeit auch Pläne für die Expansion in weitere Märkte?
Gleichzeitig mit Österreich sind wir auch in fünf weiteren Ländern gestartet. In der ersten Form als Monopartner-Programm für dm drogerie markt in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien. Dort möchten wir im nächsten Schritt ebenfalls zum erfolgreichen Multipartnerprogramm werden.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Payback in Österreich
Seit 3. Mai ist Payback in Österreich aktiv – damit ist man neben Deutschland, Polen, Indien, Mexiko und Italien in sechs Märkten vertreten. Derzeit gibt es rund 2 Mio. aktive Nutzer, allein 300.000 User haben die App runtergeladen. Mehr als 40 Unternehmen waren bei der Markteinführung am Start, darunter dm, Fressnapf und Austrian Airlines. Seit August folgt nun die zweite Welle: Dabei sind u.a. BP, Burger King, Nordsee sowie 60 weitere Onlineshops, u.a. von Lascana oder Marco O’Polo.

Kommentar hinzufügen
Felder, die mit einem Stern (*) markiert sind, müssen ausgefüllt werden!

Weitere Artikel