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Handelsverband

Weniger Zucker und Salz


Kategorie: Handel, Industrie
07.05.2019 von Karl Stiefel

Handel und Industrie suchen einen gemeinsamen Weg, um Zucker und Salz in Lebensmitteln zu reduzieren. Abgelehnt wurden jedoch Verbote von Produkten.

© pixabay.com - congerdesign
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Beim "Zucker- und Salzgipfel" lud das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) Vertreter von Handel und Wirtschaft ein, um über die Verwendung beider Zutaten zu sprechen. Gemeinsam mit dem Handelsverband, der Wirtschaftskammer, dem Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie der Bundesinnung Lebensmittelgewerbe wurde eine Strategie für die Reduktion von Salz und Zucker in Lebensmitteln vorgestellt.

"Als Sprecher und Partner des österreichischen Handels unterstützt der Handelsverband die Initiative des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz zur Reduktion von Zucker und Salz in verarbeiteten Lebensmitteln. Eine gesunde Ernährung ist entscheidend, um Zivilisationskrankheiten wie Fettleibigkeit oder Herz-Kreislauf-Beschwerden effektiv vorzubeugen. Daher fungiert der heimische Lebensmittelhandel schon seit Jahren als Vorreiter auf dem Gebiet der zuckerreduzierten Lebensmittel. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen", erklärt Stephan Mayer-Heinisch, Präsident des Handelsverbands.

Der nächste Schritt ist ein "Memorandum of Understanding", welches auf freiwilliger Basis von betroffenen Unternehmen umgesetzt und weiterentwickelt werden soll. Deutlich abgelehnt vom Handel wurde eine Bevormundung der Konsumenten durch ein Verbot von stark zucker- oder salzhaltigen Produkten. Einigkeit herrschte hingegen bei dem Konzept, zucker- und salzreduzierte Produkte als Alternativen anzubieten. Damit einher gehen Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen um die Mündigkeit der Konsumenten zu fördern. Ebenfalls abgelehnt wurde der Tausch von Zucker gegen Ersatzstoffe: "Langfristiges Ziel sollte eine Änderung der Geschmacksvorlieben der Konsumenten sein, um dauerhaft mit weniger Zucker auszukommen. Dies kann nur schrittweise und abgestimmt durch Bewusstseinsschaffung in der Bevölkerung durch die Politik geschehen", heißt es in einer Aussendung des Handelsverbandes.

"Der Handelsverband wird seiner Rolle als Vermittler und Koordinator der heimischen Lebensmittelhändler auch im Rahmen dieser Initiative nachkommen. Neben der engen Abstimmung mit den Unternehmen braucht es auch die Politik an einem Tisch, um gemeinsam die Gesundheitsförderung im Ernährungsbereich weiter zweckmäßig voranzutreiben und den Konsumenten gemeinsam zu erreichen", ergänzt Rainer Will.

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