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Wenn das Segelschiff den Kaffee bringt …


Kategorie: Handel
09.07.2019 von Martin Ross

Am 6. Juli landete ein Segelfrachter im Hamburger Hafen, der öko-faire Waren aus Übersee nach Europa brachte.

Mariama Coulibaly schleppt Kaffee beim Löschevent des Segelfrachters Avontuur © EZA/Stephan Všpel
Mariama Coulibaly schleppt Kaffee beim Löschevent des Segelfrachters Avontuur © EZA/Stephan Všpel

„Avontuur“ heißt das Segelschiff, das 15.500 Seemeilen in neun Monaten zurückgelegt hat. Die Crew und mehr als hundert Freiwillige entluden in einem außergewöhnlichen Lösch-Event die Waren aus Übersee traditionell von Hand, darunter biofaire Arabica-Hochlandbohnen der EZA-Partnerkooperative Sposel. Die Kleinbauern leben am Rande der Selva Lacandona, einem artenreichen Urwaldgebiet im mexikanischen Chiapas. „Durch die sorgfältige Pflege ihrer Parzellen schützen sie das empfindliche Ökosystem,“ erzählt EZA-Geschäftsführerin Andrea Schlehuber, die dort war. Eine zusätzliche Klimaschutzprämie, die die EZA Fairer Handel an die Genossenschaft bezahlt, fließt zukünftig in die Wiederaufforstung von Flächen am Rande des Urwaldes.

Mit dem ersten per Segelschiff transportierten Kaffee – was durchaus auch als Zeichen zu verstehen ist – unterstreicht die EZA Fairer Handel gemeinsam mit weiteren Akteuren, deren Waren geladen waren, die Bedeutung umweltfreundlicher Ansätze im Seetransport. „Damit wollen wir einen Impuls und Beitrag zu einer längst überfälligen Debatte leisten“, sagt Schlehuber. „Wenn es um internationalen Handel geht, können wir über die Transportfrage nicht hinwegsehen. Damit umwelt- und klimafreundlichere Alternativen leistbar werden und sich durchsetzen können, braucht es auch auf politischer Ebene neue Weichenstellungen.“ Der per Segelschiff importierte Kaffee wird im Herbst als „Segelkaffee – special & limited“ erhältlich sein.

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