Blockchain Initiative Logistik: Frachtpapiere...
 
Blockchain Initiative Logistik

Frachtpapiere in der Blockchain

Editel - Nadja Nemetz
Mag. Gerd Marlovits, Geschäftsführer Editel Austria GmbH© Editel - Nadja Nemetz
Mag. Gerd Marlovits, Geschäftsführer Editel Austria GmbH© Editel - Nadja Nemetz

Logistik-Branchenlösung sind namhafte Partner am Start, nach einer Testphase soll die Plattform 2020 in Betrieb gehen.

Bei der "Blockchain Initiative Logistik" sollen jährlich 75 Millionen Prozesse bei österreichischen Logistikern mittels Blockchain-Technologie erfasst werden. Mit dabei sind Editel, GS1, DB Schenker, LKW Walter, der Bundesvereinigung Logistik Österreich und die WU Wien. Der erste Use Case wird in einer Aussendung der Initiative bereits definiert: "Dabei geht es darum, dass Frachtdokumente meist papierbasiert sind und deren Handhabung und Übergabe daher oft unkontrolliert passieren. Die Teilnehmer der Initiative verfolgen und analysieren in laufenden Workshops den Lösungsansatz, einige Frachtdokumente mittels Blockchain zu digitalisieren. Damit sollen die Verfügbarkeit, der Zugriff und die Weiterverarbeitung der Dokumente zu jedem Zeitpunkt und für alle Teilnehmer am Prozess gewährleistet werden. Die Branchenlösung soll jährlich rund 75 Millionen Prozesse bei österreichischen Logistikern automatisieren und zwölf Millionen Blätter Papier einsparen."

Gründungsmitglied der Initiative, Informatik-Dienstleister und Mitglied der GS1-Gruppe ist Editel. Dessen Geschäftsführer Gerd Marlovits erklärt, was das Ziel der Plattform ist: "Auch wenn Blockchain bestehende Datenübermittlungs-Prozesse vorerst nicht ersetzen wird, bietet sich für uns als Datenübermittlungs-Provider hier eine gute Möglichkeit, wichtige Einblicke zu gewinnen und Synergien zu nutzen. Diese möchten wir auch in unsere künftigen Lösungen einfließen lassen."

Auch GS1 Austria-Geschäftsführer Gregor Herzog ist überzeugt, "dass diese Technologie zur Speicherung von Daten auch disruptives Potenzial für Logistik und Supply Chain Management hat. Die damit einhergehenden Entwicklungen sind daher äußerst relevant für GS1 Austria als Datendrehscheibe und wir freuen uns, dazu einen Beitrag leisten zu dürfen."

Die Pilotphase der Blockchain-Plattform startet noch dieses Jahr, ab 2020 soll eine kommerzielle Version starten.

Mag. Gregor Herzog, Geschäftsführer GS1 Austria GmbH© GS1 Austria/Petra Spiola
GS1 Austria/Petra Spiola
Mag. Gregor Herzog, Geschäftsführer GS1 Austria GmbH© GS1 Austria/Petra Spiola
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