: Whitepaper zeigt die Chancen und Herausfor...
 

Whitepaper zeigt die Chancen und Herausforderungen am E-Food-Markt

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Das Whitepaper bezeichnet die Chancen im E-Food-Segment als “riesig”. (Screenshot: www.intershop.de)
Das Whitepaper bezeichnet die Chancen im E-Food-Segment als “riesig”. (Screenshot: www.intershop.de)

Im DACH-Raum nimmt der E-Food-Markt einen noch sehr geringen Anteil am Online-Handel ein. In einem Dokument von Intershop wird nicht nur über die Hürden der Anbieter berichtet, sondern auch über die Chancen, die vor allem in diesem noch sehr schwach ausgeprägten Markt möglich sind.

Ein Whitepaper von Intershop, einem Anbieter von Enterprise-Lösungen für den Omni-Channel Commerce, beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen des E-Food-Marktes im DACH-Raum. In “E-Food: Zukunftstrend mit großen Herausforderungen” wird dieser Sparte großes Potenzial beschienen. Jedoch gibt es laut dem Dokument von Intershop auch einige Hürden, die es auf dem Weg zum optimalen Angebot zu meistern gilt.



Die Situation im DACH-Raum



In Österreich gibt es einerseits einen kleinen E-Food-Markt, jedoch auch große Wachstumsraten von 7 bis 13 Prozent. Ebenso ist der Wettbewerb schwach ausgeprägt. Mit einem Umsatz von ungefähr 15 bis 20 Millionen Euro ist Billa Marktführer. Intershop bezeichnet die österreichischen Konsumenten als offen gegenüber E-Food, diese erwarten aber genaueste Herkunftsinformationen. 60 Prozent würden bis zu fünf Euro für die Lieferung nach Hause zahlen.



Im internationalen Vergleich liegt Deutschland, so das Whitepaper, “deutlich zurück”. Der Online-Handel von E-Food liegt in Deutschland deutlich unter einem Prozent. Die Zahlen steigen jedoch, besonders bei der Altersgruppe zwischen 25 und 34 Jahren. Es gibt geringen Wettbewerb, wenige Angebote und beliebte Discounter im Land haben bisher kein Online-Angebot. Jedoch werden mit dem Markteintritt von AmazonFresh im zweiten Halbjahr 2014 Veränderungen erwartet. Ähnliche Verhältnisse herrschen in der Schweiz vor: Hohe E-Food-Wachstumsraten von LeShop und coop@home flachen aufgrund des hohen Preisdrucks und des anhaltenden Einkaufstourismus ins grenznahe Ausland ab.



Drei Herausforderungen



Das der E-Food-Markt noch weit hinter anderen Online-Märkten zurückliegt, sieht das Whitepaper in drei spezifischen Herausforderungen begründet. So sind die Kunden erstens sehr preissensibel vom stationären Handel geprägt. Für Cross-Channel-Kunden braucht es vor allem niedrige und einheitliche Preise. Zweitens spielt Vertrauen im Lebensmittelsektor eine noch wichtigere Rolle als in anderen Bereichen. Im stationären Handel wurde dieses Vertrauen bereits erarbeitet – dieses müssen die Onlinehändler noch für sich gewinnen. Drittens sieht das Whitepaper die Logistik als größte Hürde: Die Lebensmittel müssen unversehrt und frisch ankommen, doch genau bei diesen Punkten gibt es bei vielen Kunden noch Bedenken. Durch einen hohen Investitionsaufwand wird die bereits geringe Gewinnspanne weiter geschmälert. Um das beste Konzept kämpfen derzeit eine Vielzahl an Lösungen: Click and Collect, Lieferung durch eigene Dienste, Kooperationen mit der Post, Drive-in, Lieferung durch andere Kunden (Walmart) und viele andere.



Chancen und Trends



Kunden denken nicht in Kanälen, sondern nutzen den jeweils naheliegenden Kanal. Der Kunde kann über mehrere Kanäle stärker an das Unternehmen gebunden und sein Umsatzpotenzial besser ausgeschöpft werden. Der Cross-Channel-Erfolg hängt davon ab, wie gut der Händler die Gewohnheiten und Wünsche der Kunden kennt und bedient. Zusatznutzen über Content bietet ebenfalls neue Möglichkeiten: Mit Rezepten, Menüvorschlägen, Frischekalender (Waren der Saison), Ernährungsberater – selbstverständlich verknüpft mit dem eigenen Warenangebot.



Um sich am E-Food-Markt durchzusetzen, haben Anbieter unterschiedliche Strategien entwickelt. So nutzen Tesco und LeShop E-Food-Abos als Feedback-Kanal, etwa durch Beigabe von Produktneuheiten und Einholen entsprechender Kundenbewertungen. Nischenanbieter profilieren sich durch interessanten Content, etwa Spezialwissen oder Tipps für neue Produkte. Mit dem Handscanner “Dash” will Amazon den E-Food-Einkauf so simpel wie möglich gestalten. Bei diesem System scannen Kunden lediglich den Barcode der gewünschten Produkte oder sprechen die Einkaufsliste direkt ein.



Prinzipiell bezeichnet das Whitepaper das Potenzial von E-Food als “riesig”. Dies wird mit zwei Argumenten begründet: Zum einen ist der aktuelle Anteil in fast allen Märkten extrem niedrig und zum anderen wächst die durchschnittliche Online- und E-Commerce-Affinität kontinuierlich.



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