ARA: Leichter Rückgang bei der Abfall-Sammlun...
 
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Leichter Rückgang bei der Abfall-Sammlung

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Einzig beim Glas gab es ein Sammelplus im ersten Halbjahr 2022.
Einzig beim Glas gab es ein Sammelplus im ersten Halbjahr 2022.

Die heimischen Sammelbetriebe haben im ersten Halbjahr 522.870 Tonnen Verpackungen und Altpapier gesammelt - ein geringes Minus gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres.

Es ist größtenteils die wirtschaftliche Lage, die ein reduziertes Konsumverhalten und somit weniger Abfall zur Folge hat - so erklärt die ARA den Rückgang der Sammelmenge im ersten Halbjahr von zwei Prozent. Eine Analyse mit einem großen "Aber", denn auch das Bewusstsein rund um die Abfallvermeidung ist laut dem Entsorgungsunternehmen ein relevanter Faktor bei der Kennzahl.

Das größte Minus gibt es beim Papier (-4,3 %), auf das mit 288.900 Tonnen noch immer der größte Anteil der Sammelmenge entfällt. Die stagnierende Marktlage sowie die Vermeidung von Kunststoffverpackungen beeinflussen die Sammelmenge bei Leichtverpackungen: 88.700 Tonnen (-2,0 %) wurden hier gesammelt. Ähnlich sieht es beim Metall aus, hier schrumpft die Menge um 1,3 Prozent auf 15.770 Tonnen. Einzig beim Glas gibt es ein Plus von 3,5 Prozent auf 129.500 Tonnen.

"Der Zuspruch der Österreicher zur getrennten Verpackungssammlung ist indes ungebrochen hoch, 93 Prozent schätzen sie als wesentlich ein", erläutert ARA Vorstand Christoph Scharff. Im nächsten Jahr ist mit einem deutlichen Sammelplus zu rechnen: "Ab 2023 wird die Sammlung von Leichtverpackungen in ganz Österreich vereinheitlicht. Dann sollen alle Kunststoffverpackungen in die Gelbe Tonne und den Gelben Sack. Diese Vereinfachung soll gemeinsam mit dem Ausbau der Sammlung ab Haus die Mengen deutlich steigern, um die neuen und weitaus höheren EU-Recyclingziele für Kunststoffverpackungen zu erfüllen."

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