CBRE Group: LEH braucht Logistikflächen
 
CBRE Group

LEH braucht Logistikflächen

pashminu - pixabay.com

Bis Jahresende kommen 250.000 Quadratmeter landesweit hinzu.

Laut der CBRE Group, einem Unternehmen für Gewerbeimmobilien, wachsen die heimischen Logistikflächen stark - besonders rund um Wien, Graz und Linz. Rund zwei Drittel der fertiggestellten Flächen entfallen auf die Eigennutzung, bei der Fremdnutzung sind rund 70 Prozent bereits vermietet. Der Flächenumsatz im Großraum Wien belief sich im ersten Halbjahr 2020 auf rund 99.000 m2, bis Jahresende sollen es durch mehrere Großprojekte bis zu 300.000 m2 werden.

Franz Kastner, Associate Director Industrial & Logistics bei CBRE: "Der Logistikmarkt in Österreich ist nach wie vor stark von Eigennutzungen geprägt. Die Entwickler sind sich der großen Nachfrage nach Flächen allerdings bewusst und treiben neue Projektentwicklungen aktiv und zügig voran. Insbesondere in und um Wien befinden sich derzeit einige Projekte in der Planungsphase, die innerhalb der nächsten zwei Jahre umgesetzt werden und somit für mehr Flächenkapazitäten am Mietermarkt sorgen könnten."

Besonders stark gewachsen sind die Logistikflächen beim LEH sowie bei E-Commerce-Firmen. Kastner fasst zusammen: "Die Nachfrage dieser Branchen hat sich in der Corona-Krise und während des Lockdowns noch verstärkt und für einen Anstieg des kurz- bis mittelfristigen Flächenbedarfs gesorgt. Gesucht werden vor allem Flächen in der Nähe von Ballungszentren."

2019 wurden rund 500 Millionen Euro in Logistikimmobilien investiert - ein Boom, der sich 2020 wohl nicht wiederholen wird. Im ersten Halbjahr 2020 flossen 16 Prozent des gesamten Investitionsvolumens in Logistikflächen, wobei mehr als die Hälfte davon von deutschen Investoren aufgebracht wurden.
stats