Coronavirus: Logistiker-Verband fordert schne...
 
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Logistiker-Verband fordert schnelles Handeln

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Vier Maßnahmen braucht es laut den Logistikern, um die Lieferkette aufrecht zu erhalten.

Der Zentralverband Spedition & Logistik appelliert zusammen mit dem europäischen Dachverband CLECAT an die Österreichische Bundesregierung, mehr Maßnahmen zu setzen, um die kontinentale Versorgungskette aufrecht zu erhalten. Dies sei durch die massiven Einschränkungen der Luftfracht sowie aufgrund der Grenzschließungen notwendig. Vom Verband empfohlen wird:
  1. Aufrechterhaltung des freien Warenverkehrs über Grenzen hinweg: Es muss sichergestellt werden, dass Transportmittel, Waren und Fahrpersonal nicht den gleichen Restriktionen wie der Individual- und Reiseverkehr unterworfen werden.
  2. Flexibilisierung des geltenden Gewerberechts, der StVO o. ä.: Sonn- und Feiertagsfahrverbote müssen bundesweit und in einem einheitlichen Zeitraum für alle Warengruppen bürokratiearm aufgehoben werden. Ebenso sollen die Ruhezeiten für Lkw-Lenker angepasst werden.
  3. Flexibilisierung des geltenden Arbeitsrechts: die Voraussetzungen für die Anmeldung von Kurzarbeit gelockert werden, Arbeitgebern und Arbeitnehmern durch generelle Anpassung des Arbeitszeitgesetzes deutlich flexiblere Arbeitszeiten ermöglicht werden, transportierte Waren im Anschluss an einen Transport auch sonntags empfangen, entladen, kommissioniert und weiter verteilt werden können.
  4. Finanzielle Unterstützungen und Beihilfen: Um die Liquidität der Speditionsbranche zu sichern, muss ein mindestens einjähriges Belastungsmoratorium zur Verhinderung weiterer Steuererhöhungen, zusätzlicher Bürokratie und Eingriffe in die unternehmerische Freiheit eingerichtet, eine zinslose Stundung von Steuervorauszahlungen und Zahlungen der Voranmeldungen gewährt, die Insolvenzantragsfrist für Unternehmen ausgedehnt, die Umsatzsteuer schnellstmöglich von der Soll- auf die Ist-Besteuerung umgestellt werden und die Banken die Kredit- und Bürgschaftsentscheidungen deutlich beschleunigen.
Zudem warnt der Zentralverband, dass die Folgen der Corona-Krise noch lange Folgen haben werden und schnelles Handeln diese zumindest verringern kann.
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