Dossier Payment: So wird morgen gezahlt
 
Dossier Payment

So wird morgen gezahlt

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Am Payment-Sektor liefern neue Produkte und die Verknüpfung bestehender Konzepte eine solide Grundlage für weiteres Wachstum der großen Anbieter.

Das Zahlungsverhalten der Österreicher ändert sich rasant, wie Mastercard durch eine Gallup-Studie festgestellt hat. Corona war hierbei ein regelrechter Boost für die bargeldlosen Bezahlmethoden im Handel. Besonders beliebt ist dabei die Debitkarte (respektive Bankomatkarte) mit einer Bekanntheit von 99 Prozent und einer Nutzerreichweite von 96 Prozent. Während im Q1 2020 noch 59 Prozent mindestens einmal die Woche mit Bankomatkarten bezahlt haben, waren es im Vergleichszeitraum dieses Jahr bereits 65 Prozent. Laut der Umfrage hat rund die Hälfte der Konsumenten im vergangenen Jahr mehr bargeldlos bezahlt, 60 Prozent davon wollen dieses Verhalten beibehalten - bei den Unter-30-Jährigen sind es sogar 66 Prozent. Auch bei E-Commerce findet die Debitkarte immer mehr Anwendung, denn die Nutzung ist von 22 Prozent fast um die Hälfte auf 32 Prozent gewachsen.
Christian Rau, Country Manager bei Mastercard Austria: "Die Bankomatkarte ist heute wandlungsfähiger denn je, offen für den E-Commerce oder auch die Nutzung am Smartphone. Diese neuen Funktionen waren im letzten Jahr ganz besonders entscheidend für den Handel, sowohl online wie stationär. Daher ist es uns ein Anliegen, die weitere Einführung der Debit Mastercard schnell voranzutreiben."

Ebenfalls Aufwind hat das Bezahlen mit Smartphones und Wearables (z. B. Smartwatch) erfahren. Mittlerweile kennen 60 Prozent der Österreicher das Prinzip und die Nutzung liegt bei 19 Prozent. Generell wird das kontaktlose Bezahlen immer beliebter: 53 Prozent sehen darin eine wichtige Serviceleistung, im Vorjahr waren es noch 44 Prozent. Laut der Studie hat die Erhöhung des ohne Codeeingabe bezahlbaren Betrags von 25 auf 50 Euro hierbei maßgeblich beigetragen.

Als wichtigen Innovationsschritt nennt Mastercard aktuell die Transparenz beim Zahlungsverkehr. Gemeinsam mit der Firma Ethoca wurde ein Produkt entwickelt, um beim Onlinebanking die Überweisungen durch Händlernamen, Logos und den Ort des Einkaufs zu ergänzen. "Die Beliebtheit von Mobile- und Online Banking und der E-Commerce wachsen in Österreich rasant schnell, wie nicht zuletzt unsere aktuellen Studienergebnisse bestätigen. 96 Prozent der in einer Studie befragten Personen wickeln ihr Banking bereits teilweise online ab – damit sind digitale Banking-Angebote bereits der primäre Kontakt-Kanal zur Bank", kommentiert Christian Rau. Die verbesserte Transparenz wird auch den Gewerbetreibenden zugutekommen, so solle durch eine klare Zuordnung von Abbuchungen zu einem Einkauf die Menge der Beschwerden bei den Finanzinstituten und Händlern reduziert werden.

Fintech-Start-ups als Innovationsmotor

In Kooperation mit Visa bietet das in Wien ansässige Fintech-Startup Bitpanda eine Debitkarte. Über Bitpanda können Kryptowährungen wie Bitcoin, Edelmetalle und andere digitale Assets erworben und gemanaget werden - die Debitkarte ist direkt mit der Wallet verbunden. Damit platziert sich Visa auch hierzulande als Partnerunternehmen für Dienstleister rund um Bitcoin und Co., wie Stefanie Ahammer, Country Managerin Visa Österreich zusammenfasst: "Der Launch der Bitpanda Visa Debit Card unterstreicht, dass Visa der Partner der Wahl bei Wallets für Krypto- und weitere Digitalwährungen ist. Weltweit haben bereits mehr als 25 Anbieter von digitalen Wallets ihre Dienste mit Visa verknüpft."
Seit Ende 2020 rückt Visa europaweit mit Unternehmen wie Bitpanda generell näher zusammen, dafür wurde das "Fintech Partner Connect"-Programm gestartet. Ute König-Stemmler, Head of Business Development Zentraleuropa, bei Visa: "Die Beliebtheit und der Bedarf an digitalen Zahlungen und Online-Banking waren – nicht zuletzt zusätzlich beschleunigt durch die globale Pandemie – noch nie so hoch wie heute. Finanzinstitute und Unternehmen jeder Größe suchen daher nach Möglichkeiten, ihre Angebote rasch weiterzuentwickeln. Visa Fintech Partner Connect ermöglicht ihnen genau das, indem es das Know-how von Visa mit dem von den innovativsten Fintechs Europas kombiniert, um die digitalen Lösungen der nächsten Generation zu entwickeln."
Durch die Kooperationen ist es etwa möglich, den CO2-Fußabdruck einzelner Transaktionen zu analysieren, Geldwäsche gezielt zu bekämpfen oder die Buchhaltung von KMUs zu vereinfachen, indem eine Schnittstelle zu Finanzinstituten geschaffen wird. Bereits zur Gründung des Programms waren dreizehn innovative Unternehmen mit dabei.

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