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E-Special: Versicherungen

Österreichische Versicherer unterstützen KMU und Einzelunternehmer

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Aufbauend auf den staatlichen Hilfsmaßnahmen greift die freiwillige Hilfsaktion der Versicherungen jenen Unternehmern mit bestehender spezieller BUFT- (Betriebsunterbrechung für Selbständige und Freiberufler) oder Seuchen-Betriebsunterbrechungsversicherung unter die Arme, die von der Krise besonders stark betroffen sind.

Das von Seiten des österreichischen Parlaments beschlossene COVID-19-Maßnahmengesetz führt dazu, dass viele Unternehmen – insbesondere auch in der Tourismusbranche und tourismusnahen Branchen – vor existenzbedrohenden wirtschaftlichen Herausforderungen stehen. Zahlreiche Betriebe mussten auf Grund des verordneten Betretungsverbotes zur Eindämmung der Seuche schließen. Ob die teilweise bestehenden BUFT oder Seuchen-Betriebsunterbrechungsversicherung in diesem Fall greifen, hängt von der konkreten Situation ab und wird aktuell von den Versicherungen entsprechend der individuellen Vertragslage geprüft.

Hilfsaktion für Betriebe

Um ihre Kunden, die über eine solche spezielle Betriebsunterbrechungsversicherung verfügen und vom Betretungsverbot gemäß COVID-19-Verordnung betroffen sind substantiell zu unterstützen, haben sich die österreichischen Versicherungsunternehmen daher zu einer gemeinsamen Hilfsaktion entschlossen. Die umfassenden staatlichen Fördermaßnahmen wie Kurzarbeit, Corona-Hilfsfonds, Härtefallfonds, etc. können im Durchschnitt 70 Prozent der erlittenen Einbußen ausgleichen. Es ist der österreichischen Versicherungswirtschaft ein Anliegen, Betriebe und Unternehmer, die durch das verordnete Betretungsverbot betroffen sind, in dieser schwierigen Situation mit einer freiwilligen Leistung zu unterstützen. Die freiwillige Leistung soll in der Regel die Hälfte des nach Inanspruchnahme der Staatshilfe verbleibenden Ausfalls ausmachen. Das heißt, konkret können die Begünstigten mit 15 Prozent einer Tagesentschädigung für die Dauer von maximal 30 Tagen rechnen.

"Wir sind für unsere KundInnen da, vor allem dann, wenn sie unsere Hilfe in einer ganz besonders schwierigen Zeit benötigen. Mit diesem umfassenden Paket – wir erwarten Ausgaben von rund 100 Millionen – wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass die österreichische Wirtschaft wieder schnell zu alter Stärke zurückkehren kann", so Kurt Svoboda, Präsident des österreichischen Versicherungsverbandes VVO.

Betroffene KundInnen sollen sich direkt an ihren Versicherungsbetreuer oder an ihre Versicherung wenden, um ihre individuelle Situation analysieren zu können, damit anschließend rasch und unbürokratisch eine Zahlung erfolgen kann. Einen Rechtsanspruch auf die freiwilligen Leistungen gibt es nicht.


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