Gastkommentar Patrick Molemans: Erweiterung d...
 
Gastkommentar Patrick Molemans

Erweiterung der Lieferkette während Covid-19

Ivanti
Patrick Molemans ist Territory Manager Central Europe bei Ivanti Supply Chain.
Patrick Molemans ist Territory Manager Central Europe bei Ivanti Supply Chain.

Die Auswirkungen von Covid-19 waren und sind noch immer weltweit und in allen Branchen zu spüren. Die österreichischen Unternehmen in der Lieferkette haben einige Monate voller Herausforderungen hinter sich.

 Im B2C-Bereich verzeichneten österreichische Lieferdienste Steigerungen, während der B2B-Bereich stark zurückging, wie etwa DPD Austria und DHL vermeldeten. Zu den Gewinnern in Österreich gehören beispielsweise E-Commerce Anbieter mit Produkten für Baumärkte und Gartenzentren. Nicht wirklich überraschend, dass im Onlinehandel besonders Fast Moving Consumer Goods (FMCG) gefragt sind. Hier ist der Anstieg an Bestellungen dadurch bedingt, dass Konsumenten derzeit immer seltener das eigene Haus verlassen können und wollen. Einer der Profiteure war dabei etwa myproduct.at. Dieser Händler bietet regionale Lebensmittel- und Hygieneartikelbestellungen für Privatkunden, aber auch im B2B-Bereich für die Gastronomie und Supermärkte an. Laut Nielsen lässt sich eine Korrelation von einerseits Covid-19-Medienberichten und Maßnahmen der Regierungen zur Eindämmung der Pandemie mit verändertem Einkaufsverhalten für zahlreiche Produktgruppen wie Hygiene- & Gesundheitsprodukte, Pflegeprodukte und haltbare Lebensmittel andererseits beobachten, auch in Österreich. Infolgedessen mussten die Firmen in der Lieferkette ihre Produktivität erhöhen und gleichzeitig mit der Einführung sozialer Distanzvorschriften im Lager zurechtkommen.

Mit Lagertechnik Produktivität erhöhen

Die Implementierung von moderner Lagertechnologie kann hierbei der Schlüssel zur Maximierung der Produktivität sein. Die Pandemie hat es erforderlich gemacht, einen Abstand von 2 Metern zwischen den Mitarbeitern einzuhalten. Das führt dazu, dass meistens weniger Mitarbeiter arbeiten können, etwa da die Räumlichkeiten nicht alle sicher unterbringen können. Können also Lieferketten die Produktivität aufrechterhalten oder sogar steigern, wenn weniger Hände daran arbeiten? Mobile Handheld-Geräte bilden einen wichtigen Faktor für die Produktivität im modernen Lager. Diese Geräte sind zwar nicht neu am Markt, haben aber dank erheblicher Upgrades einen größeren Spielraum zur Steigerung der Produktivität. Die Mitarbeiter müssen nicht mehr auf klobigen, robusten Green-Screen-Geräten arbeiten. Stattdessen können sie die Vorteile benutzerfreundlicher Schnittstellen und schlanker Designs nutzen. Diese Geräte sind nicht nur einfacher zu bedienen, sondern verkürzen auch die Einarbeitungszeit, was es für neue Mitarbeiter einfacher macht, bei der Aufnahme einer neuen Tätigkeit sofort loszulegen. Dank dieser Upgrades haben die Mitarbeiter durch die Integration tragbarer Geräte nun neue Möglichkeiten. Längst sind die Zeiten vorbei, in denen man einen Ausdruck erstellen musste, um zu sehen, welche Artikel kommissioniert werden müssen. Lagermitarbeiter können nun die Vorteile von freihändigen Alternativen mit Sicht und sprachgestützter Kommissionierung nutzen. Dank dieser technologischen Fortschritte können Kommissionierer ihre Arbeit präziser und schneller erledigen.

 Sicheres Arbeiten

Kommissionierlösungen können mit Sprach- und Bildverarbeitung den Träger über den effizientesten Weg informieren, den er zur Erfüllung eines Auftrags im Lager zurücklegen muss. Das bedeutet etwa, dass die Kommissionierer ihren Kontakt mit anderen Mitarbeitern minimieren können, indem sie direkt dorthin gehen, wo sie sein müssen. Die tragbare und mobile Technologie wird ebenso vorteilhaft sein, wenn sich die Unternehmen nach Covid in die "neue Normalität" begeben. 
Ad personam

Patrick Molemans ist seit über neun Jahren Territory Manager Central Europe bei Ivanti Supply Chain (ehemals Wavelink). Ivanti hilft Unternehmen dabei, moderne Technologien im Lager und in der gesamten Lieferkette zu nutzen, um die Prozesse zu verbessern, ohne die Backend-Systeme zu ändern. Insgesamt beschäftigt sich Molemans seit mehr als 25 Jahren mit automatischer Identifikation, Datenerfassung und mobiler Datenkommunikation.

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