Österreichische Post: Brief-Rückgang, höhere ...
 
Österreichische Post

Brief-Rückgang, höhere Paketvolumina

Screenshot/Österreichische Post
Die Österreichische Post konnte - trotz coronabedingter Challenges - ein Umsatzplus von 8,3 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 verbuchen.
Die Österreichische Post konnte - trotz coronabedingter Challenges - ein Umsatzplus von 8,3 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 verbuchen.

Die heutige Pressekonferenz der Österreichischen Post belegt einen Umsatzanstieg 2020 um 8,3 Prozent auf 2.189,2 Millionen Euro bei einem Paketvolumina Plus von 44,4 Prozent, und einem Brief- und Werbepostrückgang von 7,4 Prozent.

Generaldirektor Georg Pölzl präsentierte in der heutigen Pressekonferenz das Jahresergebnis für 2020. Der Konzernumsatz der Österreichischen Post verbesserte sich - trotz Coronabedingter Challenges, die das Unternehmen 25 Millionen Euro für Corona-Maßnahmen kostete - im Jahr 2020 um 8,3 Prozent auf 2.189,2 Millionen Euro. Dieses Umsatzplus ist auf die gute Entwicklung im Paketbereich zurückzuführen (+44,4 Prozent): Während in der Division Brief & Werbepost coronabedingt überproportionale Umsatzrückgänge von 7,4 Prozent verzeichnet werden mussten, konnte die Division Paket & Logistik sowohl am österreichischen Markt (Paketvolumen +30 Prozent), in Südost- und Osteuropa (Paketvolumen +27 Prozent) als auch im nunmehr konsolidierten türkischen Markt (Paketvolumen +37 Prozent) zulegen. Trotz des Umsatzrückgangs im Briefgeschäft macht der Bereich Briefpost und Business Solutions mit einem Anteil von 36 Prozent den Löwenanteil am Gesamtumsatz aus.

Hoch gesteckte Ziele für 2021

Sowohl Umsatz- als auch Ergebniswachstum stehen für die Post fürs aktuelle Jahr im Vordergrund. Obwohl sich am Markt eine verringerte Visibilität und eine erhöhte Volatilität zeigen, ist es das Ziel, das Unternehmensergebnis weiter zu verbessern. Es wird ein Umsatzanstieg von 8 bis 10 Prozent erwartet und auch eine Ergebnisverbesserung um 10 Prozent angepeilt. Wichtig für das Jahr 2021 wird es außerdem sein, das Logistik-Expansionsprogramm fortzuführen. Bis Ende 2022 soll die Sortierkapazität in Österreich so um weitere 30 Prozent ausgebaut werden.

Dieses Wachstum soll nicht zuletzt aufgrund der definierten Stoßrichtungen des Unternehmens gelingen: Pölzl nennt in der Pressekonferenz drei wesentliche Neuausrichtungen in der Geschäftsstrategie: das Thema Nachhaltigkeit werde künftig eine wichtige Rolle spielen. So ist das Ziel, beispielsweise bis 2030 auf der letzten Meile 100-prozentig auf E-Mobilität umzusatteln. Außerdem konzentriere man sich bei der Post auf das Wachstum in "regional nahen Märkten", dazu gehöre auch der Bereich Digitalisierung, der "ein wesentliches Element unserer Strategie darstellt", so Pölzl. Außerdem stehe der Ausbau des Filial- und Digitalangebots für Privatkunden und KMUs im Vordergrund.

Entwicklung bank99 und shöpping erfreulich

Mittlerweile habe die bank99, die mit 1. April 2020 in Österreich startete, mehr als 70.000 Kunden. Zu einer der Stärken zählt das mit 1.800 Geschäftsstellen starke Filialnetz der Post; außerdem bietet bank99 längere Öffnungszeiten, als andere Banken. Neben Zahlungsverkehr, Girokonten, Wohn- und Konsumfinanzierungen und Versicherungsprodukten möchte man das Angebot der bank99 in diesem Jahr mit Produkten, wie Baufinanzierung, Fondssparen und neuen Veranlagungsprodukten erweitern. So beträgt der Anteil am Umsatz der Division Filiale und Bank rund 65 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr.

shöpping.at hatte laut Eigenangaben der Post im abgelaufenen Jahr 15,3 Millionen Zugriffe und über 2,8 Millionen Produkte auf dem Online-Marktplatz. Auch die Paketmengen und der Handelsumsatz seien "stark gestiegen".



Im laufenden Jahr möchte die Post neue Händlerinnen und Händler für den Online-Marktplatz gewinnen, außerdem Investitionen in IT und Convenience tätigen, wie beispielsweise ein neues Frontend und die Userexperience weiter optimieren. Außerdem sollen für Großkunden, Mitarbeiter und Partner verstärkt Gutscheine angeboten werden.


Dieser Text erschien zuerst auf www.horizont.at.

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