GS1 Austria: 50 Jahre Barcode
 
GS1 Austria

50 Jahre Barcode

GS1 Austria

1971 wurde die ID-Nummer für Produkte entwickelt. Bald darauf startete der UPC-Standard in den USA und der EAN-Code in Europa, der schließlich zur " Global Trade Item Number" wurde.

Happy Birthday, Strichcode! Am 31. März 1971 kam das "Symbol Selection Committe" in New York zusammen, um ein System zur Erfassung von Produkten an Supermarktkassen zu entwickeln. Damals traf die Idee nicht nur auf Gegenliebe, so hatte Timothy P. Smucker, emeritierter Chairman des US-Lebensmittelproduzenten J.M. Smucker seine anfänglichen Bedenken: "Ich denke meine größte Sorge war damals, dass wir mit der Anbringung dieser schwarzen Linien mein Etikett verunstalten." Das Design machte aber Platz für den "Universal Product Code" und so wurde 1973 IBM mit der Entwicklung eines Standards beauftragt. Dieser basierte auf einem 1949 patentierten Prinzip von Norman Joseph Woodland. Schließlich war es 1974 soweit: In Ohio machte es beim Scannen von einer Packung Wrigley’s Juicy Fruit Kaugummi das erste Mal "Piep". Warum es drei Jahre bis zum Einsatz gedauert hatte, erklärt GS1 Gründer und Teil des Komitees, Alan Haberman: "Wir mussten sichergehen, dass es auch Geräte gibt, die das lesen können. Stellen Sie sich das Chaos vor, wenn zwei Strichcodes nicht vom selben Scanner gelesen werden könnten. Daher mussten wir erst eine gemeinsame Sprache finden."

In Europa wurde 1976 der EAN-Code (European Article Number) eingeführt, welcher mit dem UPC-Standard kompatibel ist. Ein Jahr Später wurde die Europäische Artikel Nummerierung (EAN) geschaffen, wobei Österreich eines der 12 Gründungsländer war. Ebenfalls 1977 führte das Einzelhandelsunternehmen Carl Doderer (1987 von der Schwarz-Gruppe aufgekauft) als erster deutscher Händler Scannerkassen ein, in Österreich dauerte es bis 1979 - damals stattete Billa zwei Filialen in Wien mit entsprechenden Kassen aus.

2005 wurde EAN unter der Federführung von GS1 zur Global Trade Item Number - kurz GTIN. Wie diese dargestellt wird, ist vielseitig: lineare Strichcodes sind genauso möglich wie QR-Codes oder RFID-Kennungen. Wo eine Nummer zum Einsatz kommt, lässt sich an den Anfangs-Zahlen feststellen, in Österreich starten die GTINs etwa mit 90 oder 91. Mittlerweile versorgt GS1 nicht mehr nur die FMCG-Branche mit den Kennungen, auch Arzneimittel und medizinische Geräte werden damit gekennzeichnet.

Für GS1 bietet der Code eine Schnittstelle zu Produktinformationen. Diese reichen vom CO2-Fußabdruck über das Beinhalten von Allergenen bis hin zur Herkunftskennzeichnung. Um dieses Maß an Informationsdichte zu erreichen, kann die fortlaufende SGTIN (Serial Global Trade Item Number) zum Einsatz kommen, wodurch jeder Code zu einem Unikat wird.

stats