Zentralverband Spedition & Logistik: Kritik a...
 
Zentralverband Spedition & Logistik

Kritik an Export-Regelung

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Haftung für Logistiker bringt Risiko für diese und widerspricht laut dem Fachverband dem EuGH.

Der Zentralverband Spedition & Logistik ist nicht zufrieden: Durch eine Fiskalregelung haften österreichische Spediteure bei EU-Importen aus Drittstaaten nach Österreich und darauf folgender innergemeinschaftlicher Anschlusslieferung in einen anderen EU-Staat für die Abgabenschuld seines Auftraggebers. Für die Logistiker bleibt somit stets ein Risiko, andere EU-Länder legen solche Szenarien zu Gunsten der Speditionen aus. 

"Der Zentralverband Spedition und Logistik hat schon mehrmals auf dieses Ungleichgewicht hingewiesen. Wir appellieren dringend an die derzeitige Bundesregierung bzw. den zuständigen Finanzminister Dipl.-Kfm. Eduard Müller, die Gesetzesauslegung beim Thema Einfuhrumsatzsteuer im Sinne des EuGH zu korrigieren. Dies wäre rasch und einfach umsetzbar. Inzwischen haben mehrere Urteile des Europäischen Gerichtshofes bestätigt, dass bei der österreichischen Auslegung des VC 4200 und der Einhebung einer Einfuhrumsatzsteuer dringend Handlungsbedarf besteht", so Alexander Friesz, Präsident des Zentralverbandes. Am 10. Juli hat der EuGH eine Klage von FedEx in diesem Sinne entschieden.

Friesz sieht auch im Sinne der neuen Seidenstraße einen Handlungsbedarf, da Österreich als Transitland für die heimischen Unternehmen sonst zu einem stark risikoreichen Markt werde.
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