Allianz SE: Michael Heise: Schwaches Wachstum...
 
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Michael Heise: Schwaches Wachstum steht an

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Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE, sieht gebremstes Wachstum auf die Wirtschaft zukommen.
Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE, sieht gebremstes Wachstum auf die Wirtschaft zukommen.

Der Allianz-Chefvolkswirt sieht zwar keine Gefahr einer Rezension, geht aber von einer gebremsten Konjunktur aus.

In diesem Jahr wird die globale Industrieproduktion erstmals seit 2009 schrumpfen, der weltweite Handel ging im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,9 % zurück. Düstere Anzeichen für die Handelslandschaft, doch kein Grund zur Panik, Dr. Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE, erklärt: "In unserem Basisszenario gehen wir nach wie vor davon aus, dass auch durch die Politik eine globale Rezession verhindert werden kann. Allerdings wird das Wachstum der Weltwirtschaft in der nächsten Zeit schwach bleiben."

Die Allianz erwartet für 2019 ein Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts von 2,5 Prozent, für 2020 nur noch von 2,3 Prozent. In Österreich ist dieser Rückgang bereits spürbar: Die 2 % Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre werden sich wohl nicht wiederholen. Als Grund dafür werden die verschlechterten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen genannt, die den Export belasten. Besonders betroffen ist daher die Industrie, der Dienstleistungs-Sektor gibt sich hingegen robust.

"Dennoch ist die Binnennachfrage angesichts der Offenheit der österreichischen Wirtschaft nicht immun gegen externe Gegenwinde", kommentiert Heise die wirtschaftliche Situation in Österreich. "Je länger die globale Konjunkturabschwächung und die erhöhte Unsicherheit andauern, desto stärker wird die österreichische Wirtschaft betroffen sein." Laut dem Volkswirt ist ein BIP-Wachstum von 1,5 % für 2019 und von 1 % für 2020 realistisch. Die Staatsverschuldung soll laut Heise bis dahin von aktuell 74 % auf unter 70 % sinken.
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