ÖBB Rail Cargo Group: Expansion in Serbien un...
 
ÖBB Rail Cargo Group

Expansion in Serbien und China

ÖBB RCG/David Payr

Der Bahnlogistiker ÖBB Rail Cargo Group kündigt nicht nur einen Ausbau seines Netzwerkes, sondern auch Preiserhöhungen für seine Kunden an.

ÖBB Rail Cargo Group (RCG), hinter DB Cargo Europas zweitgrößter Bahnlogistiker, startet im ersten Quartal 2023 in Serbien mit einer eigenen Carrier-Gesellschaft. Der Balkan-Staat wird damit das 13. Land in Europa sein, in dem RCA mit eigenen Lokomotiven und eigenem Personal tätig ist. "Dieser Schritt ermöglicht uns, unsere TransFER Verbindungen in Richtung Türkei und Griechenland - wo wir Marktführer sind - über zwei alternative Routen anzubieten und damit krisenresistenter zu werden", erklärt RCG-Vorstandssprecher Clemens Först.

Weiters expandiert der Logistiker in China, wo am 1. Jänner 2023 eine Niederlassung in Shanghai ihren operativen Betrieb aufnimmt. Dabei soll vor allem der Transportweg auf dem Mittelkorridor ausgebaut werden. Dieser verläuft von China über Kasachstan, Aserbaidschan, Georgien, die Türkei und schließlich weiter nach Europa.

Im Zuge der RCG-Jahrespressekonferenz am 21. November 2022 betonte Vorstandssprecher Först jedoch ebenso die Notwendigkeit von Preiserhöhungen. "Auch wir sind als energieintensives Unternehmen von den massiven Preissprüngen am Energiemarkt betroffen und müssen daher unsere Mehrkosten an unsere Kunden weitergeben – dieser Schritt ist angesichts der derzeitigen Entwicklungen gepaart mit einer traditionell margenschwachen Branche unumgänglich, erfolgt aber transparent und fair in Abstimmung mit jedem einzelnen unserer Kunden."

Ebenfalls wurde im Rahmen der Jahrespressekonferenz verlautbart, dass RCG Ende November die millionste Tonne Getreide aus der Ukraine abtransportieren wird. "Wir zählen damit zu den führenden Bahnunternehmen, die hier Hilfe leisten", so ÖBB-CEO Andreas Matthä.
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